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Merle Homeier kämpft um WM-Ticket

Nur noch 15 Zentimeter bis Cali

Garbsen. Das Ticket zur U18-WM hat Merle Homeier von der LG Weserbergland noch nicht gelöst. Beim internationalen Springer-Meeting in Garbsen kam sie im Feld der Frauen auf 5,90 Meter. Noch fehlen 15 Zentimeter, um in der kolumbianischen Millionenstadt Cali dabei zu sein. Die 16-Jährige rutschte durch eine Absage vom Vorprogramm der Nachwuchsspringer ins Frauen-Hauptfeld und sprang dort auf Augenhöhe gegen die deutschen Spitzen-Athletinnen an. Cindy Roleder, EM-Bronzemedaillen-Gewinnerin im Hürdensprint im Vorjahr, die sich nun dem Mehrkampf verschrieben hat, landete in den ersten drei Versuchen jeweils exakt bei der gleichen Weite wie Homeier. Nur steigerte sich die LGW-Springerin im vierten Durchgang noch um zwei Zentimeter auf 5,90 Meter, Roleder blieb hinter ihr. Das bedeutete in der Gesamtwertung, die von Annika Gärtz (LV 90 Erzgebirge) mit 6,41 Metern angeführt wurde, sogar Platz drei – und den Sieg in der U18-Wertung aller Teilnehmerinnen.

veröffentlicht am 19.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

„Merle geht noch nicht aggressiv genug an den Balken heran, hat zu viel Angst überzutreten“, analysierte Trainer Marco Leszcynski. „Aber wir haben noch vier Wochen Zeit, die WM-Norm zu springen. Schon beim Pfingstsportfest in Zeven hat sie die nächste Chance. Das klappt schon“, bleibt der Coach zuversichtlich.

Auch Mara Zielonka (LGW) sprang im Frauen-Feld mit. 5,67 Meter war ihre größte Weite. Das bedeutete Rang vier in der gemischten U20-Wertung aus dem Vormittags- und dem Hauptwettkampf. „Auch Mara bekommt beim Absprung noch Rücklage“, so der Coach. Aber beim ersten Freiluftwettkampf der Saison sind Sprünge selten schon perfekt.

Zudem hatte sich Zielonka zuletzt mehr auf ihr Abitur als auf das Training konzentriert, ebenfalls mit Erfolg. Nur noch die mündliche Prüfung steht aus. Im Männer-Feld durfte Mehrkämpfer Patrick Scherfose (LGW) mitspringen. Doch gegen Acht-Meter-Springer wie Michael Schrader (Dreieich), der am Ende mit 7,80 Metern gewann, konnte Scherfose nicht mithalten. Er schaffte 6,94 m und landete damit am Ende auf dem zehnten Platz. mha



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