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Ihren Ruder-Triumph in Litauen lässt die U 23-Weltmeisterin noch einmal Revue passieren

„Nora, wir wollen die Medaille sehen...“

Verdammt lang her! An den letzten Goldregen bei einer Weltmeisterschaft konnte sich in der Region Hameln-Pyrmont kaum noch jemand erinnern. Grund genug für Nora Wessel, sich bei der U 23-Ruder-WM endlich ihren großen Traum zu erfüllen und mit ihrer Partnerin Wiebke Hein aus Rostock ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Nach vier Stunden Schlaf, dem Rückflug aus Litauen nach Bremen und der Bahnfahrt nach Hannover sprach die frischgebackene Weltmeisterin mit der Dewezet-Sportredaktion über ihren Triumph und ihre sportliche Zukunft.

veröffentlicht am 17.07.2012 um 10:57 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

Nora Wessel, wie fühlt man sich einen Tag nach dem großen Sieg im WM-Finale?

So langsam sackt alles. Wenn man Weltmeisterin geworden ist, dauert alles seine Zeit. Das muss man erst einmal verarbeiten.

Wie geht man in so ein WM-Finale? Spekulierten Sie schon vor dem Start mit einer Goldmedaille?

Nach dem Vorlauf und dem Halbfinale hatten wir schon Anspruch auf eine Medaille gestellt. Aber nach dem Halbfinale war ich auch ganz schön kaputt. An Gold habe ich da nicht gedacht. Aber im Finale lief es wieder super.

Wieviel Schweiß und Trainingsfleiß steht eigentlich hinter so einem triumphalen Erfolg?

Die Vorbereitungen begannen schon im September des letzten Jahres. Da waren auch die Trainingspläne für den Winter schon erstellt. Und in den letzten vier Wochen von der WM standen täglich zwei oder sogar drei Trainingseinheiten auf dem Plan.

Sie kommen aus Hameln, Ihre Partnerin Wiebke Hein aus Rostock. Wie löst man vor einer Weltmeisterschaft dieses räumliche Problem?

Zu Beginn haben wir uns mit intensivem Einzeltraining vorbereitet. In den letzten Monaten habe ich eigentlich jedes Wochenende nur in Rostock gelebt, damit wir gemeinsam trainieren konnten.

Was bringt die Zeit nach dem WM-Sieg? Ist Rudern jetzt erst einmal Nebensache?

Bestimmt nicht. Die kommenden vier Wochen werde ich es aber ganz locker angehen lassen. Dann geht es mit dem Rudern kräftig weiter. Und ich werde mein Studium (Lehramt für Biologie und Physik – Anm. der Red.) vorantreiben.

Bleibt das Erfolgsduo Wessel/Hein auch künftig zusammen?

Nein, wir werden nicht mehr zusammen in einem Boot sitzen. Wiebke ist zwei Jahre jünger als ich und wird weiter im U 23-Kader rudern. Ich rücke in den A-Kader auf. Da wird dann der Bundestrainer die neue Zusammenstellung den einzelnen Bootsklassen regeln.

Nora, können Sie sich vorstellen, auch mal in den Einer umzusteigen?

Warum nicht? Ich bin schon Doppelvierer und Doppelzweier gerudert. Da ist der Einer durchaus eine besondere Herausforderung.

Wie haben Sie eigentlich die Goldmedaille aus Litauen mitgebracht? Stolz um den Hals gehängt oder doch im Koffer verpackt?

Die wurde sorgfältig in den Koffer gepackt und zu Hause natürlich sofort wieder herausgeholt. Schließlich wollte jeder das gute Stück sehen.



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