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Ruder-Ass Wessel startet in Amsterdam

Nora, steigt bei Ihnen schon das WM-Fieber?

Für Hamelns Ruder-Ass Nora Wessel ist es der absolute Höhepunkt der Saison: die U23-Weltmeisterschaft in Amsterdam. Zusammen mit der Rostockerin Wiebke Hein startet Wessel im „leichten“ Frauen-Zweier. Bevor bei der U23-WM heute der erste Startschuss fällt, sprach Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan mit dem Ausnahmetalent des RV Weser.

veröffentlicht am 21.07.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

Nora, ist Amsterdam eine Reise wert oder hatten Sie noch keine Zeit, sich die Stadt anzuschauen?

Ich habe wirklich noch nicht viel von Amsterdam gesehen. Nach meiner Ankunft bin ich bisher nur zwischen dem Hotel, in dem wir wohnen, und der Regatta-Strecke hin- und hergependelt. Ich hoffe aber, dass ich in den nächsten Tagen zwischendurch etwas Zeit habe, mir die Stadt anzuschauen. Amsterdam soll ja sehr schön sein.

Steigt bei Ihnen so langsam das WM-Fieber oder sind Sie noch völlig cool?

Völlig cool bin ich nicht. Die Anspannung steigt schon so langsam, aber nervös bin ich noch nicht. Das kommt bei mir immer erst kurz vor den Rennen.

Haben Sie eigentlich einen Glücksbringer dabei?

(lacht) Ja, ein kleines Kuscheltier, das ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe.

Ist Ihre Familie eigentlich mitgekommen, um die Daumen zu drücken?

Meine Eltern und Geschwister kommen zu den Halbfinal- und Finalläufen. Und auch ein paar Freunde von mir kommen nach Amsterdam. Darüber freue ich mich sehr.

Sie haben ein Ritual: Unmittelbar vor den Rennen kontrollieren Sie sämtliche Schrauben am Boot x-mal. Sind Sie vor einem WM-Start aufgeregter als sonst?

Ein bisschen schon, ja. Eine Weltmeisterschaft ist doch schon etwas anderes als eine normale Regatta.

Drei Wochen haben Sie sich im Trainingslager in Ratzeburg intensiv vorbereitet. Es wird Zeit, dass die WM endlich losgeht, oder?

Auf jeden Fall. Ich habe wohl noch nie zuvor in meinem Leben so intensiv trainiert wie in den vergangenen Wochen. Wir hatten drei Trainingseinheiten pro Tag.

Ihr Trainer und Freund Jan Jedamski sagt, dass Sie in Topform sind …

Ich fühle mich jedenfalls richtig gut und freue mich riesig, dass die Weltmeisterschaft endlich losgeht.

Sie haben mit Wiebke Hein eine neue Partnerin im Boot. Passen Sie eigentlich gut zusammen?

Wir verstehen uns wirklich prima. Anfangs war es für uns schon ein bisschen blöd, weil wir zusammengewürfelt wurden. Wir beide haben ja zuvor mit anderen Partnerinnen gerudert, aber inzwischen klappt es wirklich gut.

Im vergangenen Jahr haben Sie bei der U23-WM in Brest an der Seite von Merle Schäfer, Leonie Pless und Katja Brecht Silber im „leichten“ Doppelvierer geholt. Ist diesmal im „leichten“ Zweier wieder eine Medaille drin?

Das ist wirklich schwer zu sagen, weil ich einige unserer Gegner nur schwer einschätzen kann. Nach den Vorläufen wird man wissen, wer vorne dabei sein kann.

Wer sind denn für Sie die Top-Favoriten?

Ganz klar: Griechenland. Christina Giazitzidou und Triantafyllia Kalampoka sind die amtierenden U 23-Weltmeisterinnen in dieser Bootsklasse. Beim Weltcupfinale in Luzern konnten sie mit Platz vier zuletzt ein dickes Ausrufezeichen setzten.



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