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Gold für Werner und Deiss / Zehnkampf-Debüt von Granzow

Nils Benze macht Titel-Hattrick perfekt

Sulingen/Bernhausen. Die Ausbeute hätte besser nicht sein können. Mit drei Athleten traten die Oldies der LG Weserbergland bei der Landesmeisterschaft der Senioren in Sulingen an. Jeder ging doppelt an den Start. Am Ende schlug mit sechs Titeln eine hundertprozentige Ausbeute zu Buche.

veröffentlicht am 08.06.2015 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Bei den M-40-Oldies erfüllte sich Nils Benze seinen ersten Traum des Jahres. Über 200 Meter hängte er in 25,41 Sekunden die Konkurrenz deutlich ab, in 56,26 Sekunden gelang ihm das auch über 400 Meter. Damit hatte er seinen erhofften doppelten Titel-Hattrick geschafft und auf beiden Strecken den dritten Titel in Folge geholt. „Die Zeiten sind aber noch ausbaufähig. Aber ich will ja auch erst im August bei der Senioren-WM in Topform sein“, sagte Benze.

Auch zweimal die Nummer eins in den Läufen war M-65-Renner Herbert Werner. Über 800 Meter (2:37,26) betrug sein Vorsprung 18 Sekunden. Knapper war es dagegen über 1500 Meter. Nach spannenden 5:26,39 Minuten hatte Werner den Lüchower Rudolf Thiele im Schlussspurt um zweieinhalb Sekunden hinter sich gelassen.

Stark zeigte sich Karl-Heinz Deiss bei den Würfen der M-60-Senioren. Im Kugelstoß sorgte er schon im ersten Durchgang für klare Verhältnisse und wuchtete die Fünf-Kilogramm-Kugel auf die Siegesweite von 12,30 Meter – fast anderthalb Meter weiter als der Zweite, Reinhold Himstedt aus Salzgitter. Beim Diskuswurf war der Vorsprung noch riesiger. Auf 42,40 Meter kam Deiss, seine überforderten Mitstreiter blieben allesamt unter der 35-Meter-Marke. Nur Deiss war nicht ganz zufrieden. Denn beim Einwerfen hatte der den Diskus schon an die 46-Meter-Marke befördert.

Lennart Granzow (LGW) mha

Lennart Granzow besteht Zehnkampf-Feuertaufe

mit Bravour

Beim nationalen Mehrkampf-Meeting im traditionsreichen Stadion von Bernhausen bestand Lennart Granzow seine Zehnkampf-Feuertaufe mit Bravour: Bei der U-18-Jugend sammelte er 6043 Punkte und lag im hochkarätigen Feld an elfter Stelle. Und unter den Startern seines 99er Jahrganges war er sogar Drittbester. Einziger Wermutstropfen: Die DM-Qualifikation von 6100 Zählern schaffte Granzow noch nicht. „Doch da bin ich zuversichtlich. Lennart hat hier viel gelernt und in einigen Disziplinen noch Luft nach oben“, so Trainer Uwe Beerberg.

Am ersten war Granzow mit drei persönlichen Bestleistungen über 100 Meter (11,52), im Kugelstoß (12,85) sowie auf der 400-Meter-Runde (53,76) gestartet. Weitsprung (6,27) und Hochsprung (1,81) summierten sein Konto auf 3357 Zähler nach dem ersten Tag.

Über 110 Meter Hürden legte Granzow am zweiten Tag in 15,15 Sekunden gleich die nächste persönliche Bestzeit auf die Bahn. Beim Diskuswurf fehlen bei 31,67 Metern nur vier Zentimeter dazu. Doch 3,30 Meter im Stabhochsprung war wieder eine noch nie erreichte Höhe. Ärgerlich war nur der Speerwurf. Mit seinem lädierten Arm legte Granzow alle Kraft in den ersten Versuch. Der Speer flog weit auf rund 45 Meter, doch beim Zuschauen tapst Granzow etwas nach vorn und dabei über die Abwurflinie. Der Versuch wurde ungültig. Danach kam Pechvogel Granzow nur noch auf 38,58 Meter. Im abschließenden 1500-Meter-Lauf reichten 5:09,73 Minuten nicht mehr, um die 6100-Punkte-Traummarke noch zu erreichen. „Aber gebracht hat dieser Wettkampf sehr viel. Bei der Nord-DM in fünf Wochen versuchen wir es noch mal“, meint der Trainer. mha



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