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15-jährige Schülerin erst seit drei Jahren beim RV Weser Hameln und schon deutsche Meisterin

Nele Burgdorf – ein Einstieg ins Ruder-Glück

Rudern. Der RV „Weser Hameln“ brachte in seiner mittlerweile 125-jährigen Erfolgsgeschichte schon viele Talente hervor – nun kommt mit Nele Burgdorf ein weiterer junger Hoffnungsträger dazu. Erst vor drei Jahren entdeckte sie ihr Herz für den Wassersport, doch schon jetzt gehört die 15-jährige Hamelner Gymnasiastin zu den besten deutschen Nachwuchsruderinnen.

veröffentlicht am 04.08.2010 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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Ein Aufstieg im Raketentempo. Wurde sie im Vorjahr bereits niedersächsische Schülermeisterin im Einer, konnte sie diesen ersten Triumph in dieser Saison noch toppen. Und zwar um einiges.

Bei der DM auf dem Essener Baldeneysee saß sie im B-Juniorinnen-Doppelvierer von Niedersachsen und gewann mit Luisa Neerschulte (Lingen), Carlotta Nwajide (Hannover) und Frauke Hundeling (Bramsche) völlig überraschend den Titel über die 1500-m-Distanz. Und zwar deutlich mit einer Bootslänge vor der RG Hanau.

„Klar, dass danach unsere Steuerfrau Rena Brüggemann über Bord flog und der Jubel riesengroß war“, blickt Nele Burgdorf freudig zurück. Mit 1,82 Meter Körpergröße hat das RVW-Talent schon jetzt Gardemaß und bringt damit zugleich auch ideale Voraussetzungen für das Rudern mit. „Ich habe mal zwar mit Schwimmen und Leichtathletik begonnen. Doch da sowohl mein Vater Thomas und meine Oma Marie-Luise eingefleischte Skuller sind, fiel mir der Umstieg nicht schwer“, erklärt Nele. Den letzten Kick für ihre sportliche Neuorientierung erhielt sie aber erst durch die Schul-AG „Rudern“ am Viktoria-Luise-Gymnasium. Aller Anfang war natürlich schwer. So saß die damals 12-Jährige zunächst im Gig-Vierer, lernte hier die Grundlagen des Ruderns kennen und bestritt bei Regatten auch einige Kinderrennen.

Doch Ehrgeiz und Trainingsfleiß führten dazu, dass sich Nele Burgdorf 2009 auf Anhieb die Landesmeisterschaft im Einer sichern konnte. „Dieser Sieg hat mir Flügel verliehen, mir bestätigt, dass da noch mehr geht.“ Doch der Kampf im Einer („Hier ist man ganz allein auf sich gestellt“) reichte ihr nicht aus. „Als bei einer Landessichtung auch meine Fähigkeiten im Vierer erkannt wurden, kam das Angebot, den in Oldenburg stationierten und dort auch trainingsmäßig betreuten Vierer zu verstärken.“ Gern nahm sie dieses Angebot an, fuhr im Vorfeld der Meisterschaften alle zwei Wochen (meist übers Wochenende) an die Hunte und bereitete sich dort akribisch auf die DM vor.

Die notwendige Kondition holte sie sich allerdings beim RV Weser an der Tündernschen Warte. „Ich habe im Einer so hart trainiert, dass ich schon schmerzhafte Schwielen an den Fingern hatte“, erinnert sich Nele Burgdorf nur ungern. Daneben standen natürlich auch Hanteltraining und Läufe auf dem Programm, schließlich geht ohne Kraft und Ausdauer im Rudersport gar nichts. Und damit der jungen Hamelnerin das Laufen in Zukunft noch mehr Spaß macht, hat sich die Familie mittlerweile eine Labrador-Hündin namens „Maja“ zugelegt, die sie bei ihren Trainingsläufen begleiten soll.

Trotz der Sommerpause ist die Saison für Nele aber noch nicht beendet, schließlich stehen im September die Landesmeisterschaften in Wolfsburg auf dem Programm. Klarer Fall, dass sie dort ihren Titel im Einer verteidigen will. Außerdem wird Burgdorf mit Mareike Adomat, Torben Hake und Dennis Hupe im Mixed-Vierer, einem reinen Hamelner Boot, sitzen, um auch hier bei der LM nach Gold zu greifen. „Ich hoffe, dass beides mit Medaillen gekrönt ist“, orakelt Nele.



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