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Starke Leistung, aber keine Medaille: Platz vier für Dream-Team in Kolumbien

Mit Polizei-Eskorte zur WM

Cali/Aerzen. Nach der Rollkunstlauf-WM in Cali (Kolumbien) gönnt sich Andrea Pieper vom VfR Aerzen noch ein paar Tage Urlaub in der Karibik. Die 29-Jährige flog direkt nach dem Wettkampf nach Aruba – allerdings ohne die erhoffte Medaille im Gepäck. Denn für das 22-köpfige Dream-Team, zu dem neben Pieper mit Nadine Klettke (22) und Daniela Strunk (32) zwei weitere Rollkunstläuferinnen aus Aerzen gehören, landete hinter zwei Formationen aus Argentinien und Italien auf dem undankbaren vierten Platz. Doch schon die WM-Teilnahme, die aus finanziellen Gründen lange auf der Kippe stand, war für den amtierenden Europameister ein Erfolg: „Wir sind stolz darauf, für Deutschland in Kolumbien an den Start gegangen zu sein.“

veröffentlicht am 28.09.2015 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Schon die 24-stündige Anreise war für Pieper & Co. ein Abenteuer: „Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel wurden wir aus Sicherheitsgründen von einer Polizeieskorte begleitet“, erzählt Pieper. Beim ersten Training vor Ort hatten die Rollkunstläuferinnen noch einen „Zeitzonenkater“. Den Jetlag nach dem fast 14-stündigen Flug über mehrere Zeitzonen „merkte man uns an“. Und auch an die klimatischen Bedingungen in Cali, wo es extrem warm und schwül war, mussten sich die Sportlerinnen erst gewöhnen – und auch an die „dünne Luft“ in 1000 Meter Höhe. „Von Tag zu Tag wurde es besser“, erzählt Pieper, die mit ihrem Team in Cali die deutsche Schule besuchte. „Dort wurden wir sehr herzlich empfangen.“ Und zwar von zwei Aerzenern: Christoph Weiht und Felix Wittrock. Weiht, der laut Pieper aus Aerzen kommt und inzwischen in Cali lebt, ist dort Lehrer. Wittrock macht gerade sein Praktikum. Das Team nutzte die Gelegenheit, in der Halle der Schule noch zwei Tage zu trainieren, bevor die WM dann endlich los ging: „Wir waren sehr gut vorbereitet. Unser Laufstil war komplett anders als bei den anderen Teams“, so Pieper. Mit der Startnummer drei ging es aufs Parkett. Und die fünfminütige Kür zur Musik der Rockband Scorpions war nahezu fehlerfrei. Doch die laut Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik und Choreograf Gert Hofmann beste Saisonleistung reichte am Ende nicht, um eine Medaille zu holen. „Wir haben gespannt auf die Punkte gewartet. Leider waren sich die Wertungsrichter nicht ganz einig“, so Pieper. „In diesem Moment war klar, dass uns die Italiener geschlagen haben und wir auch die Argentinier an uns vorbeiziehen lassen mussten.“ Das sei zwar schade gewesen, „aber wir gehören zu den Top vier der Welt und können insgesamt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken“.



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