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Heike Alberts Triumph ein Kinderspiel

Miron Kantzoglou: Mit Krämpfen zum Marathonsieg

Einen Blick hinab ins schöne Pyrmonter Tal werden sich die Läufer und Läuferinnen beim 24. internationalen Bad Pyrmont Marathon am Samstag bestimmt nicht gönnen. Für die Athleten heißt es morgen vor allem: „Der Weg ist das Ziel.“

veröffentlicht am 27.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Die Siegerliste beim Pyrmonter Landschaftsmarathon ist lang. Den Streckenrekord der Frauen hält seit 2008 Deutschlands Ultramarathon-Spezialistin Birgit Lennartz (3:18:01 Stunden). Elias Sansar (Detmold) stellte im Vorjahr mit 2:35:12 die Bestzeit bei den Männern auf. Doch in der 24-jährigen Erfolgsstory spielen mit Heike Albert und Miron Kantzogluo auch zwei lokale Lauf-Enthusiasten eine Hauptrolle.

Den ersten Überraschungscoup landete Kantzoglou bereits 2003. „Da war ich topfit und hatte mich bestens vorbereitet“, erinnert sich der drahtige Dauerläufer des MTV Bad Pyrmont. Nach der Hälfte der Strecke deuteten 1:19:00 Stunden sogar auf einen Rekord hin. Doch nach 25 Kilometern begann für Kantzoglou das Drama. „Mit Magenkrämpfen und diversen ,Boxenstopps‘ am Streckenrand habe ich mich ins Ziel gequält“, ist ihm noch heute in unangenehmer Erinnerung. „Ein richtig dickes Müsli am Morgen hätte fast den Sieg gekostet.“ Letztlich reichten ihm 2:58:12 Stunden aber doch zum ersten Pyrmonter Heimerfolg.

Für die Lügderin Heike Albert wurde ihr Triumph ein Jahr später fast zum Kinderspiel. Gemeinsam mit ihrer Vereinskollegin Petra Brockmann kontrollierte sie 2004 früh das Feld, lief auf dem letzten Kilometer einen sicheren Vorsprung heraus und kam nach 3:36:04 ins Ziel. „Die Zeit hätte besser sein können, aber wir hatten keine Konkurrenz im Nacken“, weiß sie nach acht Jahre noch genau. Ihre Bestzeit lief sie wenig später mit 3:19:02 in Essen. Unvergessen bleibt ihr aber der Brocken-Marathon. „Der war hammerhart. Sechs Grad beim Start und Schnee im Ziel.“ Danach war für sie das Kapitel Marathon abgehakt. Miron Kantzoglou lief noch einige Male auf der klassischen Distanz, so auch 2004 in Bad Pyrmont: „Als Griechenland Fußball-Europameister geworden war,“ lacht er. „Blödsinn, ich war völlig unvorbereitet und kam nach 3:25:00 Stunden ins Ziel.“

Morgen sind Heike Albert und Miron Kantzoglou nicht dabei, wenn der Startschuss fällt. Doch vielleicht locken Pyrmonts Berge die beiden ja doch mal wieder auf die Strecke. Die Laufschuhe schnüren die erfolgreichen Marathonis immer noch, denn für sie gilt: „Ohne Laufen läuft nichts.“

 

Hinweis: Video und Bildergalerie vom Pyrmonter Marathon finden Sie ab Sonntagmittag unter dewezet.de

 

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