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Sprinterin Holzschuh über ihre Chancen in Gladbach, das Internat in Hannover und die Zukunft

Marie, ist bei der DM ein Platz im Finale drin?

Leichtathletik. Am Freitag beginnen in Mönchengladbach die deutschen Jugend-Meisterschaften. Am Start ist auch Marie Holzschuh von der LG Weserbergland. Sie hat ihren ersten Auftritt im 400-Meter-Vorlauf am zweiten Tag - und hofft, auch noch am Sonntag noch dabei zu sein. Dann steht das Finale über 400 Meter an. Die Sportredaktion fragte die 17-jährige Sprinterin zum Stand der Dinge.

veröffentlicht am 19.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

Marie Holzschuh, bisher sind Sie hauptsächlich über 100 und 200 Meter in Erscheinung getreten. Ist das jetzt der Wechsel zum Langsprint?

Nein noch nicht. Aber durch Krankheiten und Verletzungen bin ich erst spät in die Saison gekommen. Und dadurch fehlt es etwas an Schnelligkeit. Die Schnelligkeitsausdauer ist aber da, so haben wir die 400 Meter ausprobiert und es hat geklappt.

Die DM-Qualifikation haben Sie Pfingsten in Zeven mit 57,25 Sekunden geschafft. Danach folgte nur noch ein weiteres 400-m-Rennen. Was ist noch zu erwarten?

In Zeven bin ich mein erstes 400-Meter-Rennen zu schnell angegangen und hinten fast gestorben. Direkt nach dem Rennen habe ich mir geschworen, das nie wieder zu machen. Hat aber nicht lange gehalten. Beim zweiten Rennen bin ich zu langsam losgelaufen und war überhaupt nicht kaputt. Da fehlt die Erfahrung. Aber in Mönchengladbach will ich mich schon unter 57 Sekunden steigern. Und damit ist vielleicht ein Finalplatz drin.

Und danach steigen Sie wieder in den Kurzsprint ein?

Danach werde ich mit meinem Trainer Björn Sterzel überlegen, wie es weitergeht. Die 200 Meter, über die ich auch die DM-Qualifikation hatte, die aber vom Zeitplan her nicht zu den 400 Metern passen, habe ich noch nicht abgehakt. Auch die 400-Meter-Hürden-Strecke ist für die Zukunft eine Option. Auch wenn das die härteste Strecke der ganzen Leichtathletik ist.

Sie haben nicht nur die Strecken gewechselt, sondern auch den Lebensmittelpunkt. Wie sieht es nach einem Jahr im Sportinternat aus?

In der neuen Trainingsgruppe bei Landestrainer Björn Sterzel sind nur Mädchen. Das ist für ihn zwar hart, aber es macht für uns mehr Spaß. Früher habe ich viel mit den Männern und Jungen der LGW trainiert. Auch der Weg von Bannensiek (Anm.: ein Ortsteil von Halvestorf) nach Hannover war nicht ganz so schwer. Im Internat war es am Anfang prima. Nur jetzt, als fast 18-Jährige, ist im Internat weniger erlaubt, als es zu Hause wäre. Mein Pech ist, dass ich erst im Dezember 18 werde. Ich spiele schon mit dem Gedanken, in eine WG oder eigene Wohnung zu ziehen. Die Schule mache ich aber in Hannover weiter.

Und sportlich?

Na ja, wie gesagt: 200 m, 400 m oder 400 m Hürden – alles ist möglich. Meine Mutter ist über 400 Meter früher um die 55,50 Sekunden gelaufen. Das ist jetzt noch nicht drin. Aber vielleicht irgendwann. Die Kraft und Ausdauer habe ich.



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