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Siebenkämpferin der LG Weserbergland qualifiziert sich für Deutsche Junioren-Meisterschaft

Mara Zielonka genießt das Glücksgefühl

Bad Oeynhausen. „Ich mache nie wieder einen Siebenkampf.“ Doch dieser vorschnelle Vorsatz von Mara Zielonka galt nicht lange – nur als die Mehrkämpferin nach dem abschließenden 800-Meter-Lauf noch völlig entkräfte am Boden lag. Schon wenig später machte sich ein Glücksgefühl breit.

veröffentlicht am 10.06.2013 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

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Die U-18-Athletin der LG Weserbergland hatte in Bad Oeynhausen gleich im ersten Anlauf die Qualifikation zur DM geschafft und die geforderten 4500 Zähler übertroffen. 4581 Punkte waren das Ticket zur DM Mitte August in Filderstadt-Bernhausen. Und spätestens da wird Zielonka wohl doch wieder an den Siebenkampfstart gehen – trotz ihres Vorsatzes.

Ihr zweitägiger Kampf im Rahmen der westfälischen Meisterschaft, wo sie außer Konkurrenz startete, begann an Zielonkas 16. Geburtstag mit einer persönlichen Bestzeit. Starke Beschleunigung, kein Einbruch ab der sechsten Hürde – das war im 100-Meter-Hürdensprint in 14,92 Sekunden das erste Ausrufungszeichen. Noch nie war die Hamelnerin zuvor unter 15 Sekunden geblieben. Beim Kugelstoß machten sich zwar die Rückenprobleme etwas bemerkbar, doch Zielonka biss auf die Zähne und kam auf 9,22 Meter. Auch für den Hochsprung fehlte noch das Training. „1,56 Meter waren unter diesen Umständen ganz ordentlich“, sagte Trainer Uwe Beerberg. Der erste Tag endete, wie er begonnen hatte. Auch über 100 Meter war Zielonka so schnell wie noch nie und baute in 12,83 Sekunden das Punktekonto auf 2819 Punkte aus. Das war ein leichtes Punktepolster für den zweiten Tag. Während der Weitsprung am frühen Morgen mit 5,14 Meter noch im Soll lag, kam mit dem Speerwurf wieder eine Angstdisziplin, bei der der Rücken behinderte. Nach nur 30,87 Metern war die DM-Qualifikation wieder ein Stück weggerückt. „2:38,50 Minuten musste sie laufen, um es noch zu schaffen. Aber diese Strecke ist für alle Mehrkämpferinnen und auch für Mara stets der Horror“, meinte der Trainer. Er griff in die Trickkiste und erinnerte seine Athletin an die guten Laufzeiten als B-Schülerin. Offenbar erinnerte sich auch Zielonka daran und lief in der vierköpfigen Spitzengruppe zu 2:31,74 Minuten. Die Quali war geschafft. mha



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