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Meisterschärpe geht nach Nienstedt

Luisa Marie Wolf triumphiert mit „Triumph 16“

Reitsport (rhs). Waren die Emmerthaler Springreiterinnen in den letzten Jahren beim Kampf um die blaue Kreismeisterschärpe äußerst erfolgreich, so mussten sie sich diesmal mit den Plätzen vier bis sechs begnügen. Denn der Nienstedter Reiterverein schnappte ihnen durch die erst 15-jährige Luisa Marie Wolf nicht nur den Titel vor der Nase weg, sondern machte mit Kristina Herbst (22) und Friedrich Borchers (57) sogar einen Dreifach-Triumph der Reiter vom Deister perfekt.

veröffentlicht am 02.09.2012 um 21:22 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

„Ich war überrascht, wie gut mein Triumph 16 die beiden L-Prüfungen bewältigt hat“, freute sich die Realschülerin, die von Trainer Herbert Rathgeber (Springe) bestens auf diesen Wettkampf vorbereitet war. Nach der ersten Prüfung lag sie noch auf Platz vier, kämpfte sich dann aber mit einem Null-Fehler-Ritt an die Spitze. „Nach dem zweimaligen Sieg beim Vogel- ey-Cup für Ponys fehlte mir dieser Titel noch in meiner Sammlung“, strahlte sie, als ihr Wilhelm Hauke Bente, Vize-Chef des Kreisreiterverbandes Weserbergland, die begehrte Schärpe umhängte und ihrem neunjährigen Welsh-Cob-Wallach die Siegerschleife ansteckte.

Spannend verlief der Kampf um Platz zwei. Hier waren Kristina Herbst auf „Floo 3“ und Friedrich Borchers auf „Lo Tengo B“ punktgleich. So entschied die bessere Platzierung in der höher bewerteten Prüfung für die junge Studentin. Das Emmerthaler Trio mit Anna Glowalla, Jennifer Engel und Simone Bente lag klar zurück.

Überraschend fiel der Dressurtitel diesmal ins Wasser. Nur drei Teilnehmerinnen hatten gemeldet, fünf wären erforderlich gewesen. „Ärgerlich, weil wir uns sehr gut vorbereitet hatten“, so Karola Suter (Emmerthal), die gemeinsam mit Anette Wehrmann (RV Hameln) und Julia Galluschke (RV Aerzen) auf der Teilnehmerliste stand.

Holte sich den Kreismeistertitel: Luisa Marie Wolf (RV Nienstedt).

Heimische Turniererfolge gab es ausschließlich bei den Einsteigerwettbewerben, wo der Nachwuchs in einfachen Prüfungen erstmals Turnierluft schnupperte. Bei den M- und S-Prüfungen, den Höhepunkten der Turniertage, triumphierten auswärtige Reiter, die schon seit Jahren an Töneböns Teichen die Ehrenpreise einheimsen. Sie lobten nicht nur die gute Organisation, sondern auch den hervorragenden Parcours. So verliefen alle drei Tage – auch das anspruchsvolle S-Springen – ohne Stürze und Verletzungen.

Großes Interesse bei den Zuschauern erweckte auch wieder der Gespannwettbewerb um den Schwickert-Outdoor-Cup, wo acht Marathonwagen-Besatzungen an den Start gingen. Ein- oder zweispännig jagten sie im Galopp und im schnellen Trab durch einen mit zahlreichen zu umfahrenden Hindernissen gespickten Parcours. Fehlerfrei bleiben und möglichst viele Punkte sammeln, so lautete das Ziel der Fahrer. Altmeister Gerd Schwickert verpasste im „ungewohnten“ Einspänner nur knapp die 1000er-Marke.



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