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Frauen- und Männer-Sprintstaffel der Weserbergländer bei DM in Kassel diesmal nur Außenseiter

LGW-Coach Scharf hat kein Eisen im Feuer

Leichtathletik. Vier Männer, vier Frauen und zwei Starts über 4 x 100 Meter – das ist das Programm der Sprintspezialisten der LG Weserbergland, wenn heute und Sonntag im Kasseler Aue-Stadion die deutschen Meistertitel vergeben werden.

veröffentlicht am 23.07.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

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Für Trainer Werner Scharf ist der Auftritt diesmal sogar doppeltes Neuland. Positiv sieht er vor allem den zweifachen Auftritt einer Staffel. „Dass sich nur die beiden Sprint-Staffeln für die Deutsche qualifiziert haben, ist neu“, meint der erfahrene Coach. Denn in den vergangenen Jahren waren auch immer Einzelstarter bei den nationalen Titelkämpfen dabei.

Doch diesmal musste Scharf Einzelauftritte streichen. „Ich hatte Nina Giebel und Johannes Grossner zwar über 100 Meter sowie Diana Dienel für das 800-Meter-Rennen gemeldet, leider ist daraus nichts geworden“, sagt Scharf. Nach dem offiziellen Meldetermin stand für seine Athleten vor zwei Wochen nur noch die Norddeutsche in Celle an. Denn alle drei verpassten die notwendigen Qualifikationszeiten. Mit Blick auf die Staffeln ist Scharf dieses Ergebnis gar nicht so unrecht. „Am selben Tag wie die Staffel stehen auch die 100-Meter-Sprints an. Darauf werden sich einige der Topleute voll konzentrieren und in ihren Staffeln fehlen“, mutmaßt der LGW-Coach.

Die Männerstaffel geht heute um 11.50 Uhr an den Start. Dann erwartet Scharf eine deutliche Steigerung seines Quartetts – sowohl von der Zeit als auch der Platzierung. Derzeit rangieren Joachim Peest, Johannes Grossner, Sven Lange und Etienne Diatta mit ihrer Saisonbestzeit von 41,75 Sekunden unter den 24 gemeldeten Staffeln auf Platz 14. „Wir hatten aber noch kein optimales Rennen mit drei guten Wechseln. Ich kann mir schon vorstellen, dass die vier unter 41 Sekunden bleiben“, zeigt sich der Coach optimistisch. Wenn das tatsächlich klappen sollte, ist mehr drin für die Sprinter. Da wäre sogar eine Platzierung unter den Top sechs möglich.

Schon eine Viertelstunde früher haben die vier Damen der LG Weserbergland ihren ersten Auftritt. Jessica Witzel, Nina Giebel, Julia Röttinger und Diana Dienel, die in Kassel den Platz der zuletzt in Celle gelaufenen Nele Lenhard einnimmt, haben als Nummer 16 unter 18 auf der Startliste stehenden Vereine wohl nicht viel zu bestellen. Immerhin konnten sie die Qualifikationszeit von 48,20 Sekunden unterbieten, doch mit der bisherigen Bestzeit von 47,96 Sekunden dürfte ein Platz unter den Top Ten kaum in Reichweite liegen. „Doch steigern wollen sie sich schon“, meint der Coach.

Ganz oben auf dem Siegertreppchen dürfte heute aber eine ehemalige Spitzenläuferin der LGW stehen. „Golden Girl“ Cathleen Tschirch startet mit der Staffel von Bayer Leverkusen, und die hält mit 44,86 Sekunden ganz klar die Saisonbestzeit.



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