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In Denver spielte der Hamelner Tim Wunderlich mit der deutschen Nationalmannschaft um die WM

„Lacrosse ist was für harte Männer“

Hameln. „Schnelles Spiel, tolle Kombinationen, spannende Zweikämpfe“, Tim Wunderlich, der jüngere Bruder des Hamelner Tennis- und Basketballspielers Benno Wunderlich, schwärmt in den höchsten Tönen. Der Zweimeter-Hüne meint aber weder Fußball noch Handball, er spricht von Lacrosse. In dieser ausgefallenen Sportart, die schon die Indianer Nordamerikas, vor allem die Irokesen, in ihren Bann zog, wurde er unlängst mit der deutschen Nationalmannschaft in Denver Neunter bei der Weltmeisterschaft.

veröffentlicht am 16.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Autor:

von Klaus Frye

Beim Spiel mit dem kleinen Vollgummiball gehören der Schläger mit dem Netz, Helm mit Gesichtsschutz, Handschuhe sowie Ellbogen- und Schulterschützer zu Wunderlichs Grundausstattung, wenn er das 102 mal 55 Meter große Spielfeld betritt. Das Ziel ist einfach: Mit dem Schläger muss die Kugel in ein 1,83 mal 1,83 Meter großes Tor gebracht werden. 38 Nationalteams kämpften in Denver um den WM-Titel, und den machten die Nordamerikaner unter sich aus. Kanada gewann vor den USA und dem Team der Irokesen, die als „Lacrosse-Erfinder“ ihr eigenes Team stellen dürfen.

Wunderlich, der 2007 bei seinem Studium in den Niederlanden zum ersten Mal einen Lacrosse-Schläger in die Hand nahm und sofort begeistert war, spielte im deutschen Team so etwas wie der Kreisläufer beim Handball. „Die Bälle mit dem Schläger fangen und reinmachen“ war für ihn vor dem Tor des Gegners die wichtigste Aufgabe. „Und das muss alles schnell gehen, sonst wird man da auch mal umgehauen“, erinnert sich Wunderlich an die großen Auftritte in Colorado. „Man darf nicht zimperlich sein. Lacrosse ist eher was für harte Männer.“ Gespielt wird mit einem Kunststoffschläger. „Nur Irokesen sind ihrem alten Holzschläger treu geblieben. Und wenn die einen mal treffen, dann tut das besonders weh“, hat der Hamelner in schlechter Erinnerung. „Aber die haben es echt drauf. Wie die mit Ball und Schläger umgehen, ist sehenswert. Denn bei denen steht die Freude am Spiel immer im Vordergrund.“

Doch nicht nur von den Irokesen hat Wunderlich Tricks und spielerische Feinheiten nach Deutschland mitgebracht. Die will er mit seinem Team HLC München in der neuen Bundesliga-Saison so schnell wie möglich umsetzen. „2015 werden wir Deutscher Meister“, lautet deshalb schon jetzt seine klare Ansage. Und Wunderlich ist sich sicher, dass Lacrosse in Deutschland auf dem Vormarsch ist: „In zehn Jahren wird unsere Sportart wesentlich bekannter sein.“

In der Bundesliga spielt Wunderlich (re.) für den HLC München. pr


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