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Aerzener Mountainbiker geht in Südafrika bis an seine Grenzen / Platz 15 beim Absa Cape Epic

Kropp am Kap – acht knallharte Tage im Sattel

Radsport. Ihn kann so leicht nichts erschrecken. Je größer die Herausforderung ist, um so eher ist er dabei. Und zwar immer im Sattel, denn Ralf Kropp vom RRV Hameln-Pyrmont beherrscht nicht nur sein Rennrad, sondern auch das Mountainbike. So startete der 48-jährige Diplom-Ingenieur aus Aerzen jetzt mit seinem sechs Jahre jüngeren Partner Michael Opper aus Hessen beim härtesten Mountainbike-Etappenrennen der Welt, dem „Absa Cape Epic“, in Südafrika.

veröffentlicht am 19.04.2011 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Radsport. Ihn kann so leicht nichts erschrecken. Je größer die Herausforderung ist, um so eher ist er dabei. Und zwar immer im Sattel, denn Ralf Kropp vom RRV Hameln-Pyrmont beherrscht nicht nur sein Rennrad, sondern auch das Mountainbike. So startete der 48-jährige Diplom-Ingenieur aus Aerzen jetzt mit seinem sechs Jahre jüngeren Partner Michael Opper aus Hessen beim härtesten Mountainbike-Etappenrennen der Welt, dem „Absa Cape Epic“, in Südafrika. 1200 Fahrer aus allen Kontinenten wagten sich in dieses Abenteuer. „Wenn ich gewusst hätte, was für Strapazen dort auf mich warteten, dann hätte ich mir die Teilnahme sicher dreimal überlegt“, so der Weltenbummler und Allroundsportler, der übrigens auch ein guter Langstreckenläufer ist. So wurde Kropp 2005 in Schweden Vize-Europameister im Crosslauf. Obwohl er sich Ende letzten Jahres in Tasmanien vier Wochen lang auf seinen Start in Südafrika vorbereitet und dabei 1500 Kilometer im Gelände zurückgelegt hatte, waren die Anforderungen im Bergland rund um e Kapstadt nicht damit zu vergleichen.

„Insgesamt legten wir 707 Kilometer in acht Tages-Etappen ohne Ruhetag zurück und mussten fast 15 000 Höhenmeter meistern. Es ging über Stock und Stein, schmale Pfade, durch Sand und Geröll“, schildert der 1,93 Meter große Athlet seinen täglichen Kampf gegen die Uhr. Zu allem Übel ging auch noch sein Sattel durch die vielen Erschütterungen zu Bruch, und der Aerzener musste auf seinem Mountainbike rund 20 Kilometer „im Stehen“ zurücklegen. „Da hatte unser Physiotherapeut Stefan Sahm, der sonst die Fußballerbeine der Bundesliga-Reserve von Mainz 05 massiert, am Abend viel zu tun, um meine verhärtete Beinmuskulatur wieder flottzukriegen“, so Kropp. Kurzfristigen Kummer auf der Hatz durch Südafrika bereitete ihm aber auch ein zerquetschter Fahrradschlauch. „Ich hatte aber großes Glück, dass ich mir an einer nur wenige Kilometer entfernten Kontrollstation schnell Ersatz besorgen konnte“, war der Zeitverlust für Kropp noch einigermaßen zu verschmerzen. Der RRV-Fahrer und sein Partner Michael Opper hätten sich die Tour am Kap wohl kaum leisten können, wären sie dabei nicht von den Branchenriesen Rohloff (Hessen) und Endorfin (Rheinland-Pfalz) finanziell unterstützt worden. Außerdem konnte ein Vertrag mit der Fachzeitschrift „BikeSport“ abgeschlossen werden, die demnächst das Tagebuch des Duos über das Rennen veröffentlicht. Was ihr Abschneiden am Kap betrifft, waren die beiden mit ihrer Premierenvorstellung sehr zufrieden. In den einzelnen Etappen sprangen für die beiden „Masters“ (über 40 Jahre) Plätze zwischen zehn und 28 heraus. In der Endabrechnung ergab das Platz 15. Sieger in seiner Altersklasse wurde übrigens der 12-fache Tour-de-France-Teilnehmer Udo Bölts mit seinem Partner Carsten Bresser. Mittlerweile bereitet sich Ralf Kropp aber nicht nur auf die Saison als Straßen-Radrennfahrer vor, sondern auch auf weitere große Bike-Veranstaltungen wie den Harzer MTB-Cup (22. Mai), das Villinger Bike Festival (11. Juni), den Dillstein Bike Marathon (19. Juni) und die Fahrt „Rund um Zierenberg“ (21. August).

Rasante Fahrt mit dem Mountainbike über Stock und Stein in Südafrika: Ralf Kropp vom RRV Hameln-Pyrmont absolvierte beim „Absa Cape Epic“ 707 Kilometer in acht Tagen.

Fotos: pr/2



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