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Hamelner krönt Motorrad-Saison mit Titel

Krauses Bilanz: Sieben Siege, ein Sturz

Hameln. Wenn der Hamelner Amateurfahrer Marcus Krause auf seinem Motorrad Vollgas gibt, liebt der 28-Jährige den Rausch der Geschwindigkeit, den Nervenkitzel und den Konkurrenzkampf auf der Strecke. Doch ungefährlich ist sein Hobby nicht. Das bekam der Hamelner Ende September im letzten Rennen der Hafeneger-Cupserie zu spüren: Bei seinem Sturz in Oschersleben blieb er zum Glück unverletzt, aber sein Motorrad – eine Yamaha YZF R6 mit 600 ccm und cirka 130 PS – war nach dem Unfall „komplett demoliert“. Bis zu diesem Zeitpunkt war es für Krause eine nahezu perfekte Motorrad-Saison: Sieben von insgesamt acht Rennen konnte der 28-Jährige, der in Paderborn Wirtschaftswissenschaften studiert, gewinnen und holte mit 175 Punkten am Ende souverän den Titel der Cupserie, die Hobbyfahrern eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit bietet, unter professionellen Bedingungen an Motorradrennen teilzunehmen. Der Gewinn der Meisterschaft war sein Ziel, wie Krause vor ziemlich genau einem Jahr im Dewezet-Interview selbstbewusst ankündigte. „2013 war meine bisher erfolgreichste Saison, die mit dem Gesamtsieg gekrönt wurde“, sagt Krause, der nach fünf Siegen in Serie zum Saisonstart bereits mit dem Triumph beim sechsten Rennen auf dem Lausitzring den Meisterschaftsgewinn vorzeitig perfekt machte. Und nach seinem Sieg in Most (Tschechien) hätte Krause in Oschersleben seine grandiose Saison mit einer weißen Weste beenden können. Aber daraus wurde nichts. Der Hamelner erwischte ein schwarzes Wochenende. Einige Motorradfahrer stürzten – „und auch ich sollte diesmal nicht verschont bleiben“, so Krause. „Aufgrund von Übermut, kombiniert mit Geschwindigkeitsüberschuss und der wirren Linienwahl eines Konkurrenten, war ich gezwungen, vor einer Rechtskurve ein Überholmanöver anzusetzen.“ Weil ihn der andere Fahrer übersah, als Krause links neben ihm auftauchte, „war eine Berührung zwischen uns unvermeidlich“. Krause wurde auf den feuchten Kunstrasen neben der Strecke gedrückt und stürzte: „Ich war zwar froh, dass ich nicht verletzt war. Aber die Beschädigung am Motorrad war so groß, dass eine Reparatur vor Ort nicht möglich war.“ Weil bei jedem Fahrer das schlechteste Ergebnis pro Saison gestrichen wird, hatte für Krause der ärgerliche Ausfall keine Auswirkungen, denn den Titel hatte er ja schon vorher in der Tasche. Verteidigen wird er ihn in der neuen Saison, die am 21./22. April in Oschersleben beginnt, aber nicht: „Leider muss ich wegen meines Studiums dieses Jahr etwas kürzertreten.“ Aber ganz will Krause der Rennstrecke nicht fernbleiben: „Einige Gaststarts habe ich schon geplant.“

veröffentlicht am 19.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

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Autor

Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
Marcus Krause


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