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Rollkunstlauf: Tim Schubert will sich auf die Kür konzentrieren

Keine Pflicht mehr

BAD PYRMONT. Die Entscheidung ist ihm nicht leichtgefallen: Tim Schubert (17/RST Hummetal) wird zukünftig nicht mehr im Pflicht-Wettbewerb starten, sondern nur noch in der Kür. Das verkündete der ehemalige Rollkunstlauf-Europameister via Facebook.

veröffentlicht am 26.10.2017 um 00:00 Uhr

Konzentriert sich zukünftig auf die Kür: Tim Schubert. foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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In seiner noch jungen Rollkunstlauf-Karriere hat Tim Schubert auf nationaler und internationaler Ebene schon fast alles erreicht, was man in seiner Sportart erreichen kann. In den vergangenen zehn Jahren hat der 17-jährige Bad Pyrmonter, der für den RST Hummetal startet, in seiner Altersklasse in der Pflicht, Kür und Kombination Medaillen und Pokale en masse gewonnen. Als mehrfacher Deutscher Meister und Europameister zählt Schubert beim Rollkunstlaufen zu den Top-Talenten.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Schubert, der nicht nur sehr talentiert, sondern auch extrem ehrgeizig ist, trainiert bis zu siebenmal pro Woche. In Zukunft will der Schüler des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont aber etwas kürzertreten: „In Absprache mit dem DRIV (Deutscher Rollsport und Inlineverband; d. Red.) habe ich beschlossen, mit dem Pflichtlaufen aufzuhören. Ich werde mich also in den folgenden Jahren auf das Kürtraining konzentrieren“, teilte Schubert auf seiner Facebook-Seite mit.

Für diesen Schritt gebe es mehrere Gründe: „Erstens würde es mir in den nächsten Jahren aufgrund des Abiturs, Studiums, etc. schwierig werden, genug Zeit zu investieren, um in beiden Disziplinen erfolgreich zu sein. Und zweitens verliert die Pflicht in unserem Sport scheinbar immer mehr an Wert. Man muss sich nur einmal die Starterfelder internationaler Wettbewerbe angucken“, so Schubert.

Tim Schubert
  • Tim Schubert

Der Schritt, mit dem Pflichtlaufen aufzuhören, sei für ihn einerseits eine Erleichterung, „andererseits fällt er mir auch schwer. Gerade deswegen, weil die Pflicht für mich in der Vergangenheit eine sehr erfolgreiche Disziplin war“. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Rollkunstläufer bei allen, „die mir diese Erfolge ermöglicht haben“. Von Sandra Woyciechowski über die Landes- und Bundestrainer bis hin zum Trainerteam seines Heimatvereins: Stefanie Behling und Marion van Aaken sowie seinem Vater und Trainer André Schubert.

Die Pflicht verliert in unserem Sport scheinbar immer mehr an Wert.

Tim Schubert, Rollkunstläufer des RST Hummetal

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