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Auch Familie Robin/Eutebach aus Hameln gibt beim 1. Klüt-Trail Run Gas

Kaputt – aber glücklich

Hameln. Nasse Füße, dreckige Klamotten und verschwitzte Gesichter. Abseits der Wege den Klüt einmal hoch und runter, durch Wasser, Sand und Mulch. Was für Kinder wie ein Traum klingt, schreckt die meisten Eltern doch eher ab. Nicht so beim Familienlauf des ersten „Klüt-Trail Run“. Nach einem verregneten Morgen starteten hier rund 40 Familien bei strahlendem Sonnenschein. Und mittendrin Rachel Robin (44 Jahre) mit Freund Thomas Eutebach (49) und Sohn Thomas Robin (10) aus Hameln. Tochter Amy guckte zu. Für die drei Hobbysportler ging es bei der 1,7 Kilometer langen Herausforderung einzig um das gemeinsame Familienerlebnis. „Wir wollen gemeinsam Sport treiben und den Sonntag genießen,“ gab Papa Thomas das Ziel aus.

veröffentlicht am 10.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

von Thilo Schinke

13 Uhr: Ankunft der Familie auf dem Sportplatz am Finkenborn. Die Startnummern werden abgeholt. Tochter Amy ist mit ihren sechs Jahren nicht alt genug für die Teilnahme. Leider. „Sie hätte gerne mitgemacht“, weiß Mama Rachel. Die ersten Hindernisse werden betrachtet. Für die Familien geht der Lauf nicht auf Zeit.

13.45 Uhr: Vater Thomas und Sohn Thomas Robin kommen von ihrer Streckenbesichtigung zurück. Thomas Robin: „Die Strecke ist voll langweilig.“ Ein überraschtes Lächeln der Eltern. Anschließend planen die Erwachsenen den Umgang mit dem mit Wasser gefüllten Container. Schuhe ausziehen? Anlassen? Eine Diskussion entsteht.

13.55 Uhr: Die Familien werden an den Start gerufen und in zwei kurz hintereinander startende Gruppen aufgeteilt. Das Team Robin/Eutebach geht als Zweites auf die Strecke.

14 Uhr: Nun wird es ernst. Der Startschuss fällt. Papa Thomas kommt am besten aus den Startlöchern und erreicht schnell das erste Hindernis. Unter einem Netz müssen die Erwachsenen und Kinder durch den Sand robben. Geschafft! Nun wartet das Klettergerüst. Einmal hoch und dann wieder runter. Im Sprung, versteht sich. Nächste Station: Der „Horror-Container“. Sohn Thomas läuft um ihn herum. Seine Eltern nicht. Schuhe ausziehen und rein in die „Wassermassen“. Kurz durchdrücken und schon geht es im vollen Tempo weiter auf dem breiten Waldweg. Nächstes Hindernis: Reifen. Thomas Junior kennt sich aus: „Man muss aufpassen, dass man nicht stecken bleibt.“ Aber auch das bewältigt die Familie ohne Probleme. Die Kondition hält – noch. Nach wenigen Minuten stapeln sich Baumstämme vor der Familie. Für den Jungen kein Problem, für die Eltern schon. Hinter der nächsten Abbiegung endlich die Verpflegungsstation! Das Trio greift sich die Trinkbecher und läuft weiter. Nur keine Zeit verlieren, denn nun warten die gestapelten Strohballen.

Ein kurzer Sprint – und der junge Thomas ist am Hindernis vorbei. Bei seinen Eltern hilft nur Teamwork. Aber sie sind eingespielt und ziehen sich gegenseitig rüber. Spätestens jetzt fließt der Schweiß in Strömen, geht es mächtig an die Kondition. Aber der Schlussteil hat es noch einmal in sich. Mit letzter Kraft kämpft sich das Eutebach-Terzett wieder hoch in den Wald. Nur noch eine „Dark-Mulch-Strecke“, erneut ein kurzer Abstecher in den Klettergarten und ein letzter Sprint durch die sogenannte „Schlucht“ müssen noch gemeistert werden, dann ist es vorbei. Die letzten Meter werden Rachel und der doppelte Thomas von den Anfeuerungsrufen der zahlreichen Zuschauer förmlich ins Ziel getragen.

14.20 Uhr: Youngster Thomas Robin holt sich als Erster im Ziel seine Medaille ab. Kurz dahinter folgen seine Eltern. Kaputt, aber glücklich setzten sich alle ins Gras. Mutter Rachel grinst: „Wäre ich die Strecke vorher mal abgegangen, wäre ich wahrscheinlich gar nicht gestartet.“ Wirklich? Vater Thomas: „Es war anstrengender als gedacht, aber wir werden das wiederholen.“ „Ich konnte am Anfang schon nicht mehr“, gab auch der junge Thomas zu. Den folgenden Hauptlauf mit drei Runden (5,2 km) wollten dann doch lieber alle in Ruhe als Zuschauer genießen...

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