weather-image
15°
×

Lasse Muscheites siegt bei den Herren

Imke Küsgen vertraut ihrem Trainer „Wilson“

Routine aus dem tiefen Westen zog ins Damenfinale der 26. DTH Open ein. Die beiden topgesetzten Imke Küsgen und Manon Kruse zeigten dem Nachwuchs klar die Grenzen auf. Im Finale setzte sich Küsgen, die 30-jährige Bundesliga-Spieler von ETUF Essen, in zwei Sätzen gegen ihre ein Jahr ältere Konkurrentin aus Hamm durch. Schade für Kruse, denn auf ihren zweiten Turniersieg muss sie immer noch warten.

veröffentlicht am 06.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

„Das Spiel war aber hart umkämpft“, gab Küsgen zu. „Wir haben aber auch schon oft genug gegeneinander gespielt.“ Kampf war auch angesagt, weil sie sich am Samstag im Viertelfinale eine schmerzhafte Oberschenkelzerrung zuzog. Aber Physiotherapeutin Marion Baltrusch hatte ganze Arbeit geleistet. Bereits am Sonntag stand die turniererfahrene Dame vom Baldeneysee, die an allen drei Tagen zwischen Hameln und Essen pendelte, wieder schmerzfrei auf dem Platz. Dazu hatte sie wie schon an den beiden Tagen zuvor auch beim Finale ihren ständigen Begleiter an ihrer Seite. Aber nicht ihren Trainer, diese Aufgabe übernahm ihr Hund. „Wilson“ beobachtete aus der Distanz jede Aktion des Endspiels. Ob ihr der „Coach mit der kalten Schnauze“ auch die entscheidenden Tipps mit auf den Weg gab, wollte die DTH Open-Siegerin nach ihrem ersten Turniererfolg in Hameln nicht verraten.

Bei den Herren, wo sich fast alle gesetzten Spieler frühzeitig aus dem Tableau verabschiedet hatten, bestimmte im Finale jugendlicher Elan das Geschehen. Der erst 16-jährige Lasse Muscheites (Oldenburger TeV) traf auf den vier Jahre älteren Christian Wille aus Göttingen. Der Spezialist für Dreisatz-Siege – die ersten drei Spiele entschied er mit starken Nerven erst im Match-Tiebreak für sich – ging absolut cool in das Endspiel: „Wenn ich gut ins Spiel komme, habe ich eine Chance. Und außerdem sitzt mein Gegner immer noch in der Kabine und zittert schon.“ Doch als es auf der roten Asche richtig zur Sache ging, hatte Muscheites das Nervenflattern abgelegt. Mit 6:7, 6:3 und 10:1 im Match-Tiebreak setzte sich die Nummer 50 der ITF-Rangliste der U 16-Junioren durch. „Absolut verdient,“ so sah es auch DTH-Sportwart Axel Rojczyk.

Als Nummer eins gesetzt – Imke Küsgen aus Essen wurde bei ihrem zweiten DTH Open-Auftritt ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und nahm den Siegerpokal mit in den Ruhrpott.

Foto: nls



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige