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Top-Sprinterin Jana Loock wechselt von Bremen zur LG Weserbergland

Ihr Ziel: Noch besser werden

Hameln. Für Reisen und ferne Länder hat Jana Loock schon immer viel übrig gehabt. Nun reist sie auch zum Training viel. Die 31-Jährige verstärkt die Sprint-Frauen der LG Weserbergland, zum Training kommt sie zwei- bis dreimal in der Woche von der Unterweser.

veröffentlicht am 25.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Bisher startete sie für den langjährigen LGW-Rivalen Bremer LT. „Ich will meine Bestzeiten noch einmal angreifen“, sagt Loock selbstbewusst – wohl wissend, dass sie dann zu den Top-Drei in Niedersachsen gehören würde. Bei 11,95 Sekunden liegt ihr Hausrekord auf der 100-Meter-, bei 24,41 Sekunden auf der 200-Meter-Strecke. Ihr Aufwand für dieses Unterfangen mit allein zehn Stunden reiner Autofahrt pro Woche ist immens, der Ehrgeiz aber auch. „Ich habe schon früher die Sprinterinnen von Trainer Werner Scharf bewundert. Die hatten alle einen besonderen Sprintstil, den man sofort erkennen konnte“, meinte Loock. Doch den Wechsel schon früher zu vollziehen, hatte sie sich nicht getraut. Erst war es die Verbundenheit zu Bremen. Die geborene Leipzigerin wuchs seit dem sechsten Lebensjahr in der Hansestadt auf. Durch die Eltern Holger und Diana, beide erfolgreiche Mittelstreckler, war ihr die Leichtathletik in die Wiege gelegt. „Weil es in Bremen zu meiner Jugendzeit keine guten Mittelstrecken-Trainer gab, bin ich aber beim Sprint hängengeblieben“, erinnert sie sich. Ein Trainingserlebnis stachelte den Ehrgeiz noch mehr an. „Damals trainierten wir und die Werder-Profis noch gleichzeitig im Weser-Stadion. Ich weiß noch genau, wie wir mit Marco Bode um die Wette gesprintet sind. Obwohl wir 30 Meter Vorsprung bekamen, war der immer schneller“, erinnert sich Loock an die Zeit als Zehnjährige. Die Zeit bei Werder Bremen und später dem Bremer LT festigte aber ihre Bindung zur Freien Hansestadt – „auch wenn ich mich eigentlich als Leipzigerin fühle, weil die Norddeutschen doch eher etwas kühl sind“.

Als im Studium ein Auslandsaufenthalt in Mexiko anstand, wurde die Bindung nach Bremen noch größer. Denn auf der anderen Atlantikseite lernte sie ihren Eduardo kennen und lieben. Und da auch er Verbindungen nach Bremen hatte, zog das Paar, mittlerweile ein Ehepaar, wieder in die Weserstadt. „Vor Mexiko wollte ich den Verein nicht wechseln, danach stand erst der Berufsstart im Vordergrund“, so ihre Begründungen für den damals noch immer nicht vollzogenen Wechsel. Doch auch wenn sie nun im Job in einer Digital-Agentur 45 bis 50 Stunden pro Woche im Einsatz ist, hat sie spät, aber wohl nicht zu spät den Absprung in die kleine Hanseschwester, Hameln, an die Oberweser geschafft. „Eduardo akzeptiert das, denn er weiß genau, wie ich drauf wäre, wenn mir mein Sport fehlen würde.“ Und dass sie bald noch besser drauf sein wird, dafür sollen die ganz speziellen Trainingsmethoden von Physik-Lehrer Scharf sorgen. Schon bei der Hallen-Landesmeisterschaft Ende Januar in Hannover, dann statt im roten Bremer im blauen LGW-Trikot, sollen erste Früchte der aufwendigen Arbeit geerntet werden. Und im Sommer will sie die Staffel der LG Weserbergland mit ihren neuen Kolleginnen wieder zu einer Größe in Deutschland werden lassen. Allein schon, um dann wieder noch weiter reisen zu können …



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