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„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“

Hameln-Pyrmont. Im Sport ist es wie in der Wirtschaft: Die Vereine sind immer auf der Suche nach Nachwuchs. Damit diese Talente gezielt gefördert werden, bedarf es einer guten Organisation. Beim Kreissportbund (KSB) Hameln-Pyrmont obliegt diese Aufgabe seit Anfang Mai Heelje Ahlborn.

veröffentlicht am 03.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Als Sportreferentin mit dem Schwerpunkt Sportjugend sieht sie sich als „Schnittstelle zwischen Jugendeinrichtungen, Vereinen sowie der Sportregion Weserbergland“. In diesem Zusammenschluss der Kreissportbünde Holzminden, Schaumburg und Hameln-Pyrmont, der seit Beginn des Jahres besteht und in dem rund 143 000 Mitglieder aus 630 Vereinen vertreten werden, ist Ahlborn unter anderem für die Koordination der Jugendarbeit, die Umsetzung von Jugendbildungsprojekten und Netzwerkarbeit zuständig. „Ich will Kindern und Jugendlichen die Freude an Bewegung vermitteln“, sagt die gebürtige Göttingerin, die seit 1998 in Hannover im Bereich der Sportjugend tätig war und selbst gerne Sport treibt. Sie habe ihr Hobby zum Beruf gemacht. „Angefangen habe ich mit Jazztanz und bin dann übers Fechten zum Basketball gekommen. Heute mache ich bei Fitnesskursen im Verein mit.“ Ahlborn, die Pädagogik und Soziologie mit dem Schwerpunkt Sport studiert hat, will künftig mit inklusiven Projekten die „soziale Komponente des Sports“ betonen. „Eine Überlegung ist zum Beispiel eine Geocaching-Aktion mit Behinderten und Nicht-Behinderten.“ Ihr sei es auch wichtig, dass sozial schwächere Kinder die Möglichkeiten erhalten, sich sportlich zu entwickeln.

Ein großes Ziel hat sie bereits erreicht. So konnte in Hameln nach längerer Zeit des Stillstands wieder ein neuer Sportjugendvorstand installiert werden. „Es war mir ein Anliegen, das auf den Weg zu bringen.“ Um junge Kräfte auch für ehrenamtliche Aufgaben zu gewinnen, treibt sie zudem die neu eingeführte Ausbildung von jungen Sportassistenten voran, die in den Vereinen die Übungsleiter bei ihren Aufgaben unterstützen sollen. Ein weiteres Thema liegt der hochgewachsenen blonden Frau mit dem seltenen Vornamen („Die Vorfahren meines Vaters stammen aus Leer“) am Herzen. In den politischen Gremien wird derzeit über die Erstellung eines Sportentwicklungsplans diskutiert. Für die Stadt Uetze hat Ahlborn bereits federführend ein solches Programm erarbeitet. Die Sportreferentin ist überzeugt, „dass für eine bedarfsorientierte Planung zunächst der Ist-Zustand analysiert werden muss“. Eine Bestandsaufnahme müsse über eine Auflistung der Sportstätten hinausgehen und die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Blick nehmen. Sonst werde das Projekt „von oben übergestülpt“ und gehe womöglich an den Interessen vorbei.at



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