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Elfjähriges Tennistalent von Eintracht Afferde findet Novak Djokovic gut und will einmal Landesmeister werden

Ich bin Leonard, der kleine Herr der gelben Bälle

Leoparden knurren und fauchen, wenn sie wütend sind oder Angst haben, und sie schnurren, wenn sie zufrieden sind. Ob das der Grund ist, warum Leonard Stumpf von seinen Freunden panthera pardus, „der Leopard“, genannt wird? Vermutlich nicht. Trotzdem hat der Elfjährige mit dem geheimnisvollen Raubtier einiges gemeinsam...

veröffentlicht am 25.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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Autor:

Jana Heinzelmann

Leonard ist clever, wieselflink und verdammt schnell – fast wie ein Leopard. Und das, obwohl er gerade einmal 1,45 m klein ist. Doch trotz seiner Körpergröße gewinnt „Leo“ gegen größere Gegner. Genau wie ein Leopard, der auch dazu imstande ist, größere Beutetiere zu erlegen. Im Gegensatz zu der Raubkatze, die in felsigem Gelände oder Galeriewäldern lebt und dort ihre Beute jagt, jagt Leonard auf dem Tennisplatz den Bällen hinterher. Und die bisherigen Erfolge des Afferders können sich sehen lassen. Unter anderem wurde er Bezirksmeister in der Halle, Bezirksmeister mit seiner Mannschaft im Sommer und mehrfacher Vereins- und Regionsmeister.

Doch knurrt und faucht er auch wie ein Leopard ? „Nein, nur ich finde einfach kein Ende, wenn ich einmal anfange zu quatschen“, gesteht „Leo“ ein. Wie er zum Tennis kam, weiß er noch genau. „Ich habe bei meinen Brüdern, Tristan und Alexander, einmal zugeschaut und da hat mich sofort die Lust gepackt.“ Besonders reizvoll findet er die Tatsache, dass er beim Tennis nur auf sich selber angewiesen ist und nicht abhängig von anderen ist, was ihn manchmal beim Fußball stört. Für sein zweites Hobby bleibt ihm aber auch noch genügend Zeit, obwohl er im Winter vier Stunden in der Woche in der Tennishalle verbringt. Dort bekommt er auch wertvolle Tipps von seinen Trainern Andreas Filyo und Daniel Weigelt. Eigentlich würde Leonard Stumpf noch viel öfter im Winter das Racket schwingen, doch dafür reicht das Budget nicht, da die Hallenmiete viel zu teuer ist.

Im Sommer ist das anders. Da steht das Nachwuchstalent sechs Stunden auf dem Platz und kann während der Woche auch kostenlos die Anlage von seinem Stammverein SV Eintracht Afferde nutzen. Natürlich hat auch der kleine „Leo“ ein großes Vorbild. Fasziniert ist er von Novak Djokovic, der nicht nur ein herausragender Tennisspieler ist, sondern auch bei allem Ernst viel Humor auf dem Court zeigt. Der Serbe ist eben einfach ein sympathischer Typ. Aber mit elf Jahren hat man auch noch viele Träume und große Ziele. So ist Stumpf hoch motiviert und will unbedingt einmal Landesmeister werden und natürlich die Krone im Bezirk verteidigen. Für die nötige Strategie sorgt sein Vater Sebastian, der die Gegner studiert und weiß, wo ihre Schwächen liegen. Leonard muss die Erkenntnisse dann nur noch umsetzen, was ihm auch meistens gelingt. Ein Pluspunkt ist, dass der kleine Tennis-Crack dabei immer entspannt bleibt. Nervosität ist für ihn ein Fremdwort. „Das nervt meine Gegner ganz schön“, freut sich der junge Afferder. Und wie fast jeder Sportler, hat auch er eine kleine „Macke“. Nach jedem Schlag wischt er sich die Haare mit der Hand zur Seite. „Da wird man fast verrückt, wenn man das sieht“, witzelt seine Mutter Cornelia.

Bei so viel Sport darf die Schule natürlich nicht zu kurz kommen. Und so hat Leonard auch feste Regeln zu beachten. Vor dem Tennis kommen die Schularbeiten – und nicht umgekehrt. Denn schließlich will der Gymnasiast einmal Abitur machen und studieren. Am liebsten Informatik.

Wie weit er einmal im Tennis kommen wird, steht noch in den Sternen. „Aber auf Landesebene spielen möchte ich schon“, blickt Leonard Stumpf voraus.



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