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Nils Propfen vor Triathlon-Debüt

„Hoffentlich tut es beim ersten Mal nicht so weh …“

Die körperliche Betätigung eines viel beschäftigten Sportfotografen erschöpft sich in der Regel im monotonen Hochwuchten von schweren Kameras. In dieser Art Disziplin wurde auch Nils Propfen schnell Weltmeister. Doch der relativ einseitige Bizepsaufbau am Oberarm brachte den 35-jährigen „Knipser“ der Dewezet auf Dauer irgendwie nicht so richtig in Form. Also musste etwas passieren. Erst recht, nachdem ihm auch noch Kumpel Sandro Müller bei einem Grillabend scherzhaft auf seine „Schwimmringe“ aufmerksam machte.

veröffentlicht am 09.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Das war dann für mich der letzte Auslöser“, suchte Prop- fen fortan nach einer echten sportlichen Herausforderung. Und was bot sich da an? Richtig, der Triathlon. Darauf muss man zwar erst einmal kommen, doch der Meister der schnellen Schnappschüsse war von Beginn an Feuer und Flamme und kniete sich rein. Sein ehrgeiziges Ziel: Ich will beim Hamelner Triathlon starten. Und siehe da, am Sonntag ist es nun so weit. Um 10.20 Uhr springt Nils Propfen mit den Vertretern seiner Altersklasse M 35 in die kühlen Fluten des Südbads.

Zehn Monate harter Arbeit liegen dann hinter dem Debütanten, der vorher nur eine kurze sportliche Vergangenheit als Mountainbiker hatte. So ratterte er mit 17 Jahren unter anderem beim härtesten Bergrennen „Christalp“ erfolgreich durch die Schweizer Alpen im Kanton Wallis.

Seine einst gemachten Erfahrungen auf dem Rennrad waren alles, was Nils Propfen zu Beginn seiner Triathlon-Karriere mit in die Waagschale werfen konnte. „Trotzdem habe ich bei null angefangen, denn mit dem Schwimmen und Laufen hatte ich vorher nicht viel am Hut“, erinnert sich der 35-Jährige noch genau an den 21. Juli 2011. Damals absolvierte er seinen ersten lockeren Waldlauf. Mittlerweile in den ESV Eintracht Hameln eingetreten, wurden die Einheiten unter der Anleitung von Schwimmtrainer Thomas Ende und Lauftrainerin Marion Müller dann immer intensiver. Bis heute hat Nils Propfen so im Wasser und zu Lande in 176 Trainingseinheiten 1750 Kilometer abgerissen und ganz nebenbei auch noch zehn Kilo abgenommen. Die „Schwimmringe“ sind also schon mal Geschichte, nun soll ein neues Kapitel in seiner sportlichen Vita folgen.

„Hoffentlich tun mir beim ersten Mal die Knochen nicht so weh. Aber Hauptsache, ich werde nicht Letzter und schaffe eine Zeit um die 1:20 Stunden“, fehlt es dem Triathlon-Frischling gewiss nicht an Ehrgeiz. Schließlich soll sich die Investition von 2500 Euro in seine zwei Rennräder, Rennanzug etc. auch lohnen.



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