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SC-Triathleten starten in Roth

Hauptsache ins Ziel kommen – mit einem Lächeln

Triathlon. Es wird eine kurze Nacht für Ines Heinze, Günter Vogt und Imre Morva – dafür aber ein langer und harter Tag. Denn das Triathlon-Trio vom SC Bad Münder steht vor seiner bislang wohl größten sportlichen Herausforderung. Die drei starten bei der Challenge in Roth, Deutschlands berühmtestem Langdistanz-Triathlon: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,195 Kilometer Laufen. Der Startschuss für Heinze (43) fällt am morgigen Sonntag bereits um 6.45 Uhr. Vogt (57) und Morva (44) gehen eine Dreiviertelstunde später ins Wasser. Gegen 3 Uhr heißt es also aufstehen, denn die Münderaner haben ihr Quartier 70 Kilometer entfernt von Roth aufgeschlagen. „Wir müssen uns ja auch noch warm machen. Und natürlich wollen wir den Start der Profis sehen“, sagt Vogt.

veröffentlicht am 09.07.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:51 Uhr

jan

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Für ihn ist es der erste Langdistanz-Triathlon. Sein Ziel: Einmal beim berühmten Iron Man auf Hawaii dabei sein. Roth zählt nicht zu den Qualifikations-Wettbewerben, aber Vogt hätte sich ohnehin keine Hoffnung gemacht, sie zu schaffen. „Dafür bin ich noch zu trainigsfrisch, in ein paar Jahren vielleicht, wenn ich die Altersklasse wechsele.“

Aufgeregt sind alle drei, sie begegnen ihrer Nervosität mit Humor. „Lächelnd ins Ziel kommen“ will Heinze. Lächelnd mit Ines ins Ziel kommen“ will Morva. Und Vogt sagt lachend: „Ich will lächelnd nach 14:59 Stunden ins Ziel kommen.“ Eine Minute später würde ihn der „Besenwagen“ einsammeln. Letzter zu werden habe in Roth seinen ganz eigenen Charme, so Vogt: „Der Letzte wird im Ziel interviewt.“

Wichtiger, als nach all den Strapazen noch Rede und Antwort zu stehen, ist dem SC-Trio „die Gesundheit“, so Heinze. „Wenn es nicht mehr geht, dann geht es eben nicht mehr.“ Am meisten Angst hat sie „vorm Schwimmen, das ist meine Hass-Disziplin“. Schafft sie die 3,8 Kilometer nicht im Zeitlimit von 2:10 Stunden, „kann ich gleich frühstücken gehen.“

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Auch sie geht erstmals auf die Langdistanz – nur Morva hat im vergangenen Jahr in Limmer schon eine bewältigt. Heinze hatte sich dort auf die Halbdistanz gewagt. „Und irgendwann habe ich gedacht: Die Langdistanz geht bestimmt auf.“ Die Vorbereitung auf Roth läuft quasi seit der Anmeldung. „Wenn ich bedenke, welches Trainingspensum wir geleistet haben – dagegen ist der Wettkampf schon Peanuts. Die Medaillen müssten wir eigentlich vorher kriegen.“ Knapp 10 000 Kilometer auf dem Rad, 2000 Kilometer Laufen und 300 Kilometer im Wasser hätten sie seit der Anmeldung hinter sich, sagen Vogt und Morva.

Seit Donnerstag sind die drei in Roth in der Nähe von Nürnberg. Trainiert wird jetzt nur noch leicht: Locker laufen und Rad fahren. Dazu warten sie ihre Rennmaschinen und lassen heute Abend ihre „Pasta-Party“ steigen – das traditionelle Nudelessen fast aller Ausdauersportler vor dem großen Wettkampf, um die Kohlehydratspeicher aufzuladen. Was noch? Vogt: „Wir sprechen uns guten Mut zu.“



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