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Nach 25 Jahren: Peter Neugebauer gibt die Organisation des Events aus der Hand

Hamelns „Mister Triathlon“ sagt Tschüss

Hameln. Der Hamelner Triathlon feiert Jubiläum. Am 8. Juli 1990 schwammen, radelten und liefen bereits bei der Premiere 250 Sportler in der Rattenfängerstadt. Nun steigt am Sonntag die 25. Auflage und mit 600 Sportlern gehört er zu den Top-Events in Niedersachsen – oder sogar im Norden. Die Dewezet-Sportredaktion sprach mit Hamelns „Mister Triathlon“ Peter Neugebauer, der seit 25 Jahren als Cheforganisator die Fäden in der Hand hält.

veröffentlicht am 14.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

Herr Neugebauer, Sie haben angekündigt, dass dieses ihr letzter Triathlon als Cheforganisator ist. Schwingt da nun Wehmut mit?

Nein, keinesfalls. Ich habe mir das seit rund zwei Jahren reiflich und gut überlegt und konnte mich darauf vorbereiten. Mein Entschluss steht, und mit 61 Jahren bin ich ja auch nicht mehr der Jüngste.

Wird denn die Triathlon-Zeit auch ohne sie weitergehen?

Da bin ich mir sicher. Deswegen habe ich ja zwei Jahre an meinem Ausstieg gearbeitet. Ich habe Sachen nach und nach abgegeben, Nachfolger eingearbeitet. Es muss irgendwann in jüngere Hände übergeben werden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Nils König als mein Nachfolger ist ja auch schon seit 20 Jahren dabei.

Ihre 25 Jahre sind sicher voll von Erinnerungen. Was waren die Highlights?

Einmal hatten wir 743 Teilnehmer. Das war wirklich eine logistische Herausforderung. Auch der Auftritt der späteren Hawaii-Starterin Nina Kraft bei uns war ein Highlight. Aber eigentlich war jedes der 25 Rennen ein Höhepunkt.

Sie sind ja in puncto Organisation mit allen Wassern gewaschen. Gab es dennoch etwas, was sie mal aus der Ruhe gebracht hat?

Ja, einmal kamen wir am Sonnabend zum Aufbau, und am Stadion und an der Radstrecke hatte sich ein Zirkus mit allen seinen Wagen niedergelassen. Das war von der Stadt schlecht geplant gewesen. Aber auch das konnten wir mithilfe des Ordnungsamts und der Zirkusleute bis zum nächsten Tag noch regeln.

Und mussten Sie den Triathlon schon einmal absagen? Immerhin ist er stets einer der ersten im Jahr.

Im Hinterkopf hat man ständig einen Notplan, was passieren muss, wenn das Wasser zu kalt ist, es hagelt oder gewittert. Aber unter 20 Grad war das Wasser noch nie, im vergangenen Jahr nur ganz knapp darüber. Zweimal stand auch am Vortag der ESV-Platz unter Wasser, war aber zum Start wieder abgetrocknet. Wir mussten also noch nie absagen.

Und nun noch einmal ein Ausblick. Was machen Sie, wenn am 10. Mai 2015 der 26. Hamelner Triathlon steigt?

Ich bin natürlich dabei: Als ganz normaler Helfer – wo immer mich Nils König dann einteilen wird.

Interview: mha



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