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TuSpo Bad Münder führt schon die Kleinsten an Schläger und Zelluloidball heran

Hallo, wir sind die Tischtennis-Schlümpfe

Tischtennis. Die TuSpo Bad Münder beschreitet neue Wege, um neue Mitglieder für ihre Tischtennis-Sparte zu gewinnen. Neben dem bereits bekannten Anfängertraining hat der Verein eine neue Gruppe ins Leben gerufen, bei der nun auch vier- bis sechsjährige Kinder an das Spiel mit Schläger und Zelluloidball herangeführt werden: Die „Tischtennis-Schlümpfe“, die sich freitags von 17 bis 18 Uhr in der Turnhalle der Grundschule treffen.

veröffentlicht am 29.04.2011 um 20:24 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Autor:

Dieter Gömann

Das Programm hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden aufgelegt. An der Basis bei der TuSpo erfüllt Übungsleiterin Bettina Westphal das Programm mit Leben, unterstützt wird sie dabei von den Jugendlichen Antonia Ketelhake (14), Nele Steiner (15) und Vivian Sander (15).

Ihr Motto lautet „Tischtennis lernen, ohne Tischtennis zu spielen.“ Die Kinder stehen sich in der Übungsstunde nicht an der Platte gegenüber. Stattdessen stehen verschiedene Spielformen und Übungen mit Bällen von unterschiedlicher Größe und Gewicht im Mittelpunkt. Die Förderung der motorischen Eigenschaften ist der Übungsleiterin ein großes Anliegen. Gerade die koordinativen Fähigkeiten wie Orientierung, Reaktionsschnelligkeit oder Antizipation werden gerade im Tischtennis ausgezeichnet entwickelt und geschult.

„Das ist für uns ein entscheidender Ansatz“, so Westphal, die darauf verweist, dass sich Tischtennis sehr gut dazu eignet, Kinder, die körperliche Nachteile haben oder übergewichtig sind, zu integrieren und auch ihnen Erfolgserlebnisse im Sport zu vermitteln. Derzeit gehören der „Schlümpfe“-Gruppe Mädchen und Jungen aus dem zweiten und dritten Kitajahr sowie dem ersten Schuljahr an.

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Mit unterschiedlichen Übungen wie Fangen, Werfen oder Prellen und Staffelspielen lernen die Kinder die Beherrschung von verschiedenen Ballarten, etwa Basket-, Soft- oder Tischtennisbällen. Aber auch Balancieraufgaben auf einer Gymnastikbank und das Bewegen allein oder mit Bällen durch einen Slalomparcours sind Inhalte der Übungsstunde.

„Ein wichtiger Aspekt ist für uns die Förderung des sozialen Verhaltens und der Gruppendynamik durch Spiele“, sagt Westphal. „Das Wichtigste dabei ist immer der Spaßfaktor, um die Kleinsten zu motivieren und langsam an das Tischtennisspiel heranzuführen.“

„Mit Kindern, die gern Tischtennis lernen möchten, kann man eine Menge machen – nur nicht Tischtennis spielen“, weiß auch TuSpo-Jugendwart Ulf Pöhler. Sein Ziel mit der „Schlumpf“-Gruppe: „Wir wollen Kindern im Kleinkindalter die Freude an sportlicher Betätigung sowohl an Einzelwettkämpfen als auch am Mannschaftssport vermitteln.“



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