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Trotz Verletzung: Leichtathlet der LG Weserbergland wird bei Jugend-DM Vizemeister im Hürdensprint

Granzows sensationeller Silberlauf

Köln. Lennart Granzow (LG Weserbergland) hat bei der deutschen Jugend-Meisterschaft der U16 in Köln sensationell die Silbermedaille im Hürdensprint gewonnen. Und damit hatte der 15-Jährige selbst „überhaupt nicht gerechnet“. Nicht nur, weil die Konkurrenz sehr stark war. Am ersten Tag der Jugend-DM musste Granzow noch in den sauren Apfel beißen und aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel, die ihm schon im Training zu schaffen machten, auf den Start im Weitsprung-Wettbewerb verzichten.

veröffentlicht am 18.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Weil er sich über 80 Meter Hürden bessere Chancen ausrechnete, „wollte ich nicht riskieren, dass ich mich beim Weitsprung noch schwerer verletzte“, begründete Granzow seinen Startverzicht. Deshalb setzte Granzow alles auf eine Karte: den Hürdensprint. Und die Rechnung ging auf.

Schon im Vorlauf (11,05 Sek.) hinterließ Granzow mit der viertbesten Zeit einen starken Eindruck. „Vorm Endlauf wurde Lennart noch von einem Physiotherapeuten am Oberschenkel behandelt. Das hat offenbar geholfen“, sagte Trainer Uwe Beerberg.

Obwohl Granzow laut Beerberg im Endlauf seinen Start „etwas verpennt hat“, kam er nach einem furiosen Schlussspurt hinter dem Offenburger Raphael Thoma, der im Finale als einziger Läufer die Elf-Sekunden-Marke knackte, in 11,04 Sekunden als Zweiter ins Ziel. „Meine Verletzung hatte ich total ausgeblendet“, sagte Granzow. Nach dem Fehlstart von Lucas Voigt (Jena), der disqualifiziert wurde, „habe ich mir gedacht: Sekt oder Selters“. Die Schmerzen spürte er erst wieder, als alles vorbei war. „Das ist mir aber völlig egal, jetzt fahre ich ja sowieso erst einmal in den Urlaub“, sagte Granzow, der keinen Hehl daraus, dass er auch im Weitsprung gerne gestartet wäre. Denn auch hier hätte er sehr gute Chancen gehabt, das Finale zu erreichen. „Das war schon ein bisschen blöd, denn 6,08 Meter hätten für den Endkampf der besten Acht schon gereicht. Das bin ich in dieser Saison fast immer gesprungen. Aber es ist leider nicht zu ändern“, so Granzow. Total happy war auch Trainer Uwe Beerberg nach Granzows sensationellem Silberlauf: „Das war die zweitschnellste Zeit, die Lennart je gelaufen ist.“ Und das trotz der Oberschenkelprobleme.



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