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Vier Bezirkstitel für LGW-Talent / Scherfose verletzt

Granzow nimmt die DM-Hürde

Stuhr/Ulm. Als fleißiger Titelsammler entpuppte sich Lennart Granzow von der LG Weserbergland bei der Bezirksmeisterschaft der U20- und U16 in Stuhr. Viermal stand er auf dem obersten Treppchen. Besonderes Highlight: Mit seiner Siegerzeit von 11,29 Sekunden über 80 Meter Hürden löste der Schüler auch die Fahrkarte für die deutschen Meisterschaften.

veröffentlicht am 27.05.2014 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:38 Uhr

Im Hochsprung reichten ihm zuvor 1,75 Meter zum Titel. Den Weitsprung gewann Granzow mit 5,89 Metern, verpasste damit aber doch die DM-Qualifikationsweite von 6,20 Metern. Titel Nummer vier gab es in der Staffel mit Jacob Waldeck, Tim Semmler und Till Schütte.

Semmler (M 15) gewann zudem über 300 Meter Hürden, wo er sich in 45,07 Sekunden für die Landesmeisterschaften qualifizierte, und 80 Meter Hürden. Bei den Mädchen feierte Nele Werner (W14) nach langer Verletzungspause mit 4,65 Metern im Weitsprung wieder einen Erfolg. Ein Doppeltriumph gelang den U 20-Sprinterinnen Doreen Dehne (13,19) und Maja Trivuncic (13,34) über 100 m. „Sie hatten Gegenwind. Bei besseren Bedingungen gibt es auch wieder 12er-Zeiten“, sagte Trainer Werner Scharf. Trivuncic wurde zudem Zweite über 200 Meter (27,04). Steffen Schlender überzeugte eine Klasse höher bei der U 20-Jugend und lief über 100 (11,69) und 200 Meter (23,99) persönliche Bestzeiten. „Aber Platzierungen gab es nicht, da im zweiten Lauf die Zeitmessung ausgefallen ist“, sagte Trainer Scharf.

Zerrung

stoppt Scherfose

Das Mehrkampf-Meeting in Ulm und Patrick Scherfose werden wohl nie Freunde werden. Bei der Premiere vor zwei Jahren gab es eine miserable Punktzahl für den LGW-Zehnkämpfer, im vergangenen Jahr eine Gehirnerschütterung beim Sturz beim Stabhochsprung. Und nun brachte wieder der Stabhochsprung das Aus. Eine Zerrung setzte Scherfose außer Gefecht.

Dabei ging am ersten Tag gut los. 100 Meter in 11,07 Sekunden und der Weitsprung auf 7,03 Meter waren im Rahmen. „Im Kugelstoß hat sich gezeigt, dass ich im Winter viel daran gearbeitet hatte“, so Scherfose. Seine persönliche Bestweite steigerte er von 14,28 auf 14,71 Meter. Damit hielt das Plus an Punkten auch über den Hochsprung (1,84) und 400 Meter (50,94) hinaus. „Ich bin mit zehn Punkten mehr als bei meiner Bestleistung in den zweiten Tag gestartet.“ Auch der 110-Meter-Hürden-Sprint (15,61) änderte daran noch nichts. Der erste Tiefschlag kam beim Diskuswurf. Nur 34,97 Meter offenbarten die alten Schwächen. Doch gänzlich seine Freude an Ulm verlor Scherfose beim Stabhochsprung. Beim Versuch über 4,80 Meter gab es ein heftiges Ziehen im Oberschenkel. „Da wusste ich schon, dass das das Aus war“.

Die Diagnose: schwere Zerrung. „Aber zum Glück ist es kein Riss. Nach zehn Tagen kann ich wieder mit dem Training beginnen. Vielleicht kann ich in fünf Wochen schon wieder in Ratingen starten“, so seine Hoffnung. Und an das Meeting hat Scherfose allerbeste Erinnerungen. Die Bestleistung von 7611 Punkten gab es für den U23-EM-Starter dort im Vorjahr. mha



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