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Für Mara ist Kickboxen nicht nur Männersache

Kickboxen (aro). Ist Kickboxen nur Männersache? „Nein“, sagt Mara Sander. Die 15-jährige Gymnasiastin hat im Hamelner Fitnessstudio Energy Gym die Kampfsportart ausprobiert – und war begeistert, „obwohl es extrem anstrengend war“.

veröffentlicht am 05.01.2013 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

Kickboxen (aro). Etwas mulmig war Mara schon zumute, als sie zum ersten Mal zum Kickboxtraining ins Hamelner Fitnessstudio Energy Gym ging. Aber die 15-Jährige wollte als Mädchen unbedingt einmal eine „typische Männersportart“ ausprobieren. Deshalb zögerte die ehemalige Dewezet-Praktikantin auch nicht lange, als sie gefragt wurde, ob sie Zeit und Lust hätte, die Kampfsportart – eine Kombination aus Kun-Fu, Taekwondo und Boxen – zu testen. Ihre Neugier war sofort geweckt.

„Ich habe schon viele Sportarten ausprobiert – eine Kampfsportart wie Kickboxen aber noch nicht“, erzählt die in Hamelspringe wohnende Gymnasiastin, die eine talentierte Schwimmerin ist und im Winter gerne und richtig gut Ski fährt. Sie habe als kleines Mädchen geturnt, später Tennis und Fußball gespielt. Und seit einiger Zeit hält sie sich auch beim Leichtathletik-Training in Bakede fit. Doch die 15-Jährige möchte auch lernen, wie sich Frauen selbst verteidigen können. Und da gab ihr Robert Gaub, Inhaber und Trainer des Hamelner Kampfsport- und Fitnessstudios Energy Gym, beim Probetraining einen ersten Einblick. Doch bevor Mara die schwarzen Boxhandschuhe überstreifen durfte, stand erst einmal das anstrengende Aufwärmprogramm auf dem Programm: mit Kraft- und Koordinationsübungen inklusive. Und schon das Aufwärmprogramm hatte es in sich, denn Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit sind beim Kickboxtraining das A und O.

Mara musste Seilspringen, um den Boxring laufen und dabei in die Luft boxen, aus der Bauchlage mit Medizinbällen werfen und vieles mehr. Und bevor sie mit ihrer 21 Jahre alten Trainingspartnerin Jasmin in den Ring steigen durfte, war erst einmal Schattenboxen angesagt: Die Schlagkombinationen, die ihr Trainer Robert Gaub gezeigt habe, „musste ich spiegelverkehrt nachmachen“. Und auch zwischendurch habe er ihr immer wieder Tipps gegeben „und mir alles erklärt“. Zum Beispiel wie wichtig es sei, in der Verteidigungsposition mit den Händen vorm Gesicht den Kopf zu schützen. Und als Mara dann endlich zum ersten Mal in den etwa fünf mal fünf Meter großen Ring steigen durfte, kam der ihr echt klein vor: „Den hatte ich mir viel größer vorgestellt.“ Dann ging es richtig zur Sache: Während Mara die Pratzen hielt, zog ihre Trainingspartnerin Jasmin die Boxhandschuhe an. „Bei den ersten Kicks und Schlägen musste ich erst einmal meine Angst überwinden“, gesteht Mara. Als Jasmin das erste Mal gegen die Pratzen getreten habe, wäre sie sogar fast hingefallen: „Da habe ich mich echt erschrocken.“ Weil sie nicht genügend Körperspannung hatte, hätte sie fast das Gleichgewicht verloren. Mara waren die gepolsterten Boxhandschuhe „viel zu groß“. Außerdem musste sie sich beim Boxen erst an die Bewegungsabläufe gewöhnen: „Die Boxhandschuhe fühlten sich an, als ob man Betonklötze an den Händen hatte.“ Erst habe sie Hemmungen gehabt und sich nicht getraut, „richtig zuzuschlagen“. Nach und nach habe sie dann den Skrupel verloren, ihre Partnerin anzugreifen. Doch mit zunehmender Trainingsdauer fehlte ihr die Power, „weil es viel Kraft kostete. Ich konnte die Arme kaum noch hochhalten, weil es extrem anstrengend war“.

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Trotzdem fiel Maras Fazit positiv aus: „Kickboxen macht echt Spaß. Ich kann jedem empfehlen, die Sportart einmal auszuprobieren.“ Für sie sei Kickboxen ein ideales Workout, um sich fit zu halten, Stress abzubauen „und den inneren Schweinehund zu überwinden“.



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