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TC-Fechter wollte Karriere beenden / Golod kann Hamelner Niederlage nicht verhindern

Finale verpasst – jetzt muss Klages bleiben

Fechten (ali). Die Zeit war abgelaufen. Vassili Golod setzte die Maske ab, gab seinem Gegner Henning Lang vom Quernheimer FC (QFC) den obligatorischen Handschlag und schnallte das Kabel ab. Der 19-Jährige war wie auf Autopilot geschaltet. Leerer Blick, große Enttäuschung. Der Kapitän lieferte zwar eines seiner besten Gefechte überhaupt ab, dennoch findet das Deutschland-Pokalfinale ohne den TC Hameln statt.

veröffentlicht am 27.03.2012 um 19:01 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Fechten (ali). Die Zeit war abgelaufen. Vassili Golod setzte die Maske ab, gab seinem Gegner Henning Lang vom Quernheimer FC (QFC) den obligatorischen Handschlag und schnallte das Kabel ab. Der 19-Jährige war wie auf Autopilot geschaltet. Leerer Blick, große Enttäuschung. Der Kapitän lieferte zwar eines seiner besten Gefechte überhaupt ab, dennoch findet das Deutschland-Pokalfinale ohne den TC Hameln statt. Die 37:44-Niederlage in der vierten Runde des Deutschlandpokals bedeutete das Ende aller Träume. „Das tut weh. Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden und gegen einen Gegner verloren, den wir an guten Tagen durchaus schlagen können“, erklärte Vassili Golod. Mit einem 13-Punkte-Rückstand war er ins Schlussgefecht gegangen. Eigentlich eine hoffnungslose Ausgangslage, doch der Kapitän nahm das Ruder in die Hand und verkürzte Treffer um Treffer. „Wir hatten schon ein wenig Angst, dass er das noch dreht“, gestand QFC-Talent Silas Heidenreich. Doch gereicht hat es für den TC nicht. In der letzten Sekunde der Fechtzeit setzte Golod seinen Treffer zum 10:4 gegen Henning Lang und krönte damit einen ganz starken Auftritt auf der Planche. Genützt hat es nichts, das Finalticket löste der Quernheimer FC.

„Das Pokalfinale wäre die Belohnung für eine großartige Saison gewesen. Ich habe schon überlegt es so wie Magdalena Neuner zu machen und meine Karriere auf dem Höhepunkt zu beenden. Daraus wird jetzt nichts“, so Routinier Axel Klages. Seine Teamkollegen ahnten nichts von diesen Gedankenspielchen. „Dann hat es ja doch was Gutes, dass wir es nicht ins Finale geschafft haben“, sagt Malte Magerkurth mit einem Augenzwinkern. „Jetzt muss Axel noch mindestens eine Saison dranhängen.“

Auch wenn diese Niederlage schmerzt, überwiegt das Positive: Der TC Hameln hat es im Deutschlandpokal unter die besten 16 von insgesamt 86 Teams geschafft. Mit Vassili Golod als Nummer eins, Axel Klages auf Rang zwei und Malte Magerkurth auf Position vier, sind die TC-Fechter auch in der niedersächsischen Rangliste momentan bestens platziert.

Sie lieferten sich ein spannendes Gefecht: (v.l.). Malte Magerkurth, Axel Klages, Vassili Golod, Dennis Grothklaus, Silas Heidenreich, Dennis Kröger, Henning Lang.

Foto: pr



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