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Bianca Glinke holt bei der U23-WM Gold im Einzel und mit der Mannschaft und stellt Weltrekord auf

Endlich Weltmeisterin!

Frankfurt am Main. Besser geht’s nicht! Weltmeisterin im Einzel und WM-Gold mit der deutschen Juniorinnen-Nationalmannschaft – und nebenbei noch zwei Weltrekorde aufgestellt: Rohdens Armbrust-Schützin Bianca Glinke trumpfte bei der U23-WM in Frankfurt am Main über die Zehn-Meter-Distanz ganz groß auf.

veröffentlicht am 11.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Überrascht war die 18-Jährige von ihrem grandiosen Erfolg nicht. „Es war mein Ziel, Weltmeisterin zu werden“, verkündete die frischgebackene Goldmedaillengewinnerin selbstbewusst. Und auch den Weltrekord zu knacken, hatte sie im Hinterkopf, wie Glinke verriet. „Ich habe mich aber nicht unter Druck gesetzt. Das hätte nichts gebracht.“

Von Beginn an lief es für Rohdens Armbrust-Schützin wie am Schnürchen, denn schon in der Qualifikation stellte die amtierende Vize-Europameisterin mit 393 Ringen einen neuen Weltrekord auf und legte damit den Grundstein für ihren ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, den sie mit 97 Ringen im Finale der besten Acht noch krönte. Denn das Gesamtergebnis von 490 Ringen ist ebenfalls eine neue Bestleistung: ein so genannter Final-Weltrekord. Für Glinke war der Triumph im Einzel „eine Erlösung, weil ich endlich Gold geholt habe und nicht nur Silber“ – wie zuvor bei den Welt- und Europameisterschaften.

Glinkes Vorsprung betrug am Ende vier Ringe auf Katharina Auer aus Österreich. Mit dem letzten Treffer im Finale sicherte sich Glinkes Nationalmannschaftskollegin, die amtierende Europameisterin Michaela Walo aus München, noch die Bronzemedaille. Die beiden deutschen Medaillengewinnerinnen setzten gemeinsam mit Jasmin Gebhardt aus Hettstadt dann noch einen drauf.

Das Deutschland-Trio triumphierte mit 1164 Ringen vor Frankreich (1161 Ringe) und der Schweiz (1160) und holte Teamtitel – wie schon im vergangenen Jahr bei der U23-EM. Somit hatte Glinke gleich doppelten Grund, zu feiern, was sie dann auch ausgiebig getan hat. „Wir haben die ganze Nacht durchgemacht. Ich habe nur anderthalb Stunden geschlafen“ – und zwar auf der Rückreise.

Ein Gänsehautmoment war für Glinke, als sie bei der Siegerehrung mit der Goldmedaille um den Hals auf dem Treppchen stand und die Nationalhymne hörte: „Ich war überglücklich. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.“ Und das hat sie in vollen Zügen genossen. Man wird schließlich nicht jeden Tag Weltmeisterin.



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