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Hundertmark triumphiert bei der Senioren-EM im Kraftdreikampf

„Eisen-Dieter“ im Goldrausch

Pilsen. Nicht Prag, sondern Pilsen wurde für Dieter Hundertmark zur „Goldenen Stadt“. Bei der Senioren-Europameisterschaft der Kraftdreikämpfer hob und stemmte sich der 61-jährige Bad Pyrmonter, der für den TC Hameln startet, in einen wahren Goldrausch.

veröffentlicht am 15.07.2015 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Beim Wettkampf der Herren 60+ setzte „Eisen-Dieter“ in der Gewichtsklasse bis 82,5 Kilogramm von Beginn an seine härtesten Konkurrenten aus Tschechien und Belgien mächtig unter Druck. Schon mit seinen 215 Kilo bei der Kniebeuge setzte er sich deutlich ab. Auch sein Dauerrivale Günter Lüdecke vom VfB Klötze, für den am Ende Silber blieb, kam nicht an die starken Leistungen des Pyrmonters heran. Nach 160 Kilo beim Bankdrücken – den neuen Europarekord seiner Klasse mit 171 Kilo verpasste er knapp – und 230 Kilo beim Kreuzheben waren die Zeichen klar auf Sieg gestellt. Mit seiner Gesamtleistung von 605 Kilo war der TC-Senior zufrieden.

„Am Ende hatte ich fast 50 Kilo Vorsprung“, strahlte der neue Titelträger. Durch seinen ersten Dreikampf-Triumph bei einer Europameisterschaft – Einzelgold hatte er schon mehrfach gewonnen – erlebte Hundertmark endlich auch mal eine Siegerehrung der besonderen Art. Denn am Dienstag wurde für ihn am späten Abend erstmals die deutsche Fahne hochgezogen und die Nationalhymne gespielt. Textsicher präsentierte sich der Pyrmonter Handwerksmeister ganz oben auf dem Siegertreppchen, schließlich hat der Hobbymusikant des Blasorchesters der TuS Bad Pyrmont die Hymne schon oft genug gespielt. „Das erlebt man nur als Dreikampf-Sieger“, strahlte der Medaillenabräumer noch am Morgen nach seinem goldenen Auftritt.

Angereist war Hundertmark mit seinem Fahrer Sebastian Klügel, der ihn auch bei allen Wettkampf bestens betreute, schon einen Tag vor dem Wettkampf. Doch nach der Siegerehrung blieb für den Goldmedaillengewinner nicht mehr viel Zeit. „Zwei, drei Bierchen waren aber noch drin. Die hatte ich mir schließlich verdient“, sagte der neue Europameister, der in der Nacht um vier Uhr früh in Bad Pyrmont einrollte und am Mittwochmorgen schon wieder im Büro saß.kf



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