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Leichtathletik: Scherfoses letzter Zehnkampf beim Thorpe-Cup gegen die USA

Einer geht noch

DÜSSELDORF. Nur noch einen Zehnkampf, dann ist Schluss. Patrick Scherfose will seine Karriere bei den Königen der Athleten beenden. Der 25-Jährige von der LG Weserbergland hat sich den Thorpe-Cup als seinen persönlichen Showdown ausgesucht.

veröffentlicht am 27.07.2017 um 15:24 Uhr

Patrick Scherfose Foto: Görlitz

Autor:

Matthias Henning
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Der Wettkampf zwischen Deutschland und den USA ist den Athleten der zweiten Reihe, die nicht bei internationalen Meisterschaften starten, vorbehalten und findet diesmal in Düsseldorf statt. Von Sonnabend bis Sonntag geht es dort im Rather Waldstadion um Punkte und den Sieg gegen die Rivalen. Zwei Jahre lang hatte sich Scherfose fast voll auf den Sport konzentriert und wollte testen, wie hoch er kommt. Die Ziele von einem Resultat nahe der 8000-Punkte-Marke waren aber zu hoch. „Ich musste einfach erkennen, dass ich nur ein 7693-Punkte-Mann bin“, so seine ernüchternde Feststellung.

Der Aufwand mit ständigen Fahrten in den Westen zu Trainingspartner Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) und dessen Trainer Jörg Roos hatte sich nicht gelohnt. Auch in diesem Jahr konnte sich Scherfose weder beim Sieg bei der französischen Studentenmeisterschaft noch im deutschen Mehrkampf-Mekka Ratingen verbessern.

Und so reifte der Entschluss. „Ich werde noch Sport machen und vielleicht in irgendwelchen Einzeldisziplinen starten. Aber zehnmal pro Woche Training wird es bestimmt nicht mehr geben“, versichert Scherfose. „Verrückte Sachen mache ich trotzdem noch. Für den Herbst habe ich mir einen Halbmarathon vorgenommen“, sagt er. Für einen Zehnkämpfer, für die schon die 1500 Meter stets die Härteprüfung ist, sind die 21,1 Kilometer des Halbmarathons wahrlich verrückt. Doch zuvor steht noch der Abschluss an. Und da will Scherfose eine tolle Leistung abliefern. „Der Thorpe-Cup war immer etwas Besonderes. Ich war schon viermal dabei. Von der Stimmung her war es vor zwei Jahren in Bernhausen am besten“, erinnert er sich. Und seine noch immer gültige Bestleistung hatte er auch dort erzählt. „Mal sehen, wie die Stimmung in Düsseldorf ist. Fit fühle ich mich. Und vielleicht gelingt mir ja noch eine Überraschung“, will sich Scherfose seinen Abschied versüßen. „Und natürlich will ich gegen die Amerikaner gewinnen.“

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