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Gewichtheben: Roman Bossauer verpasst WM-Bronze im letzten Versuch

„Eine ganz schön bittere Erfahrung“

veröffentlicht am 11.10.2016 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

In Baden-Württemberg sah es im Kreis der Weltelite für den 43-Jährigen im Superschwergewicht (über 105 kg) auch lange Zeit sehr gut aus.

Zwar waren Gold und Silber für den amtierenden deutschen Meister relativ schnell außer Reichweite, aber die Option auf die Bronzemedaille blieb. Gute Aussichten sogar bis zum letzten Versuch im Stoßen. Doch Roman Bossauer scheiterte. Er hatte mit 160 kg sehr hoch gepokert, dann allerdings nach dem Umsetzen noch leicht nachgedrückt. Aus, Versuch ungültig. Platz drei ging so an den Franzosen Eric Bonin, der bis dato mit dem Hamelner gleichauf gelegen hatte. „Bevor die Hantel noch auf den Boden fiel, hörte ich schon die Franzosen jubeln. Aufgrund seines leichteren Körpergewichts musste Bonin gar nicht mehr antreten“, ärgerte sich Bossauer über seinen entscheidenden Fehlversuch. Nach dem Reißen hatte der 126 kg schwere Hamelner noch knapp die Nase vorn. 123 kg stemmte er in die Höhe. „Bei der Verlosung im Stoßen hatte ich dann die kleinere Startnummer und musste immer vor dem Franzosen an die Hantel. Damit war er klar im Vorteil“, haderte Bossauer. Am Ende zählten für ihn 150 kg und die Gewissheit, trotzdem eine sehr gute Leistung abgeliefert zu haben. „Eigentlich müsste ich über den vierten Platz bei der WM zufrieden sein, andererseits war das eine ganz schön bittere Erfahrung, so kurz davor zu scheitern und das auch zum zweiten Mal“, erinnert sich 43-Jährige an 2011. Damals bei der EM fiel er auch im entscheidenden Moment noch auf Rang fünf zurück. Auch das war kurioserweise seinerzeit in Heinsheim. Also kein gutes Pflaster für Bossauer.

Doch der blickt nun schon wieder nach vorne und denkt auch an die Trainingsarbeit mit seinen jungen Schützlingen. Die findet für die ehemaligen Tünderaner nun künftig beim TC Hameln statt.



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