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Vassili Golod für DM qualifiziert

Ein Stich, zwei Tickets

Hannover. Der Jubelschrei war nicht zu überhören: Nach seinem letzten Treffer im Finalduell um das Herrenhäuser Schwert in Hannover gegen Nels Rieckmann (TSV Winsen) ließ TC-Fechter Vassili Golod seinen Emotionen freien Lauf. „Zum Turnier muss eigentlich nicht viel gesagt werden“, so der 19-Jährige anschließend. „Ich glaube, man hat gehört, wie wichtig dieser Sieg für mich war.“ Mit 15:6 deklassierte Golod den favorisierten Gegner aus der Heide und sicherte sich damit als einziger Fechter des TC Hameln die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Herrenflorett am 20. April in Tauberbischofsheim. „Es wäre natürlich schöner gewesen, gemeinsam zu fahren, aber dann halt im nächsten Jahr wieder“, gibt der Kapitän bereits die Marschroute für die neue Saison vor.

veröffentlicht am 25.02.2013 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

Mit nur einer Niederlage in der Vor- und Zwischenrunde qualifizierte sich Vassili Golod als Nummer 1 für die Direktausscheidung und kämpfte sich mit gewohnter Dominanz bis ins Halbfinale vor. Hier kam es dann zu einem Déjà-vu-Erlebnis: Golod musste nämlich erneut gegen seinen Teamkollegen Malte Magerkurth ran. Der hatte ihn bei den Landesmeisterschaften vor einer Woche gleich zweimal bezwungen. Auch in Hannover war Magerkurth früh auf der Siegerstraße und ging mit 4:2 in Führung. Golod ließ nicht locker, agierte bissig, kämpfte um jeden Treffer und revanchierte sich mit einem 15:10-Erfolg. „Die Niederlage geht in Ordnung. Ich habe viele mögliche Treffer versemmelt“, so Magerkurth, der am Ende Dritter wurde.

Indessen war Golod mit seinen Gedanken schon bei dem Finalgefecht, denn der Winsener Rieckmann war der Einzige, der ihm noch einen Strich durch die angepeilte DM-Qualifikation hätte machen können. Mit dem überzeugenden Turniersieg beim Herrenhäuser Schwert machte Golod bei den Aktiven alles klar und fährt als Ranglistenzweiter mit breiter Brust nach Baden-Württemberg. „Mit dem Sieg habe ich mich auch frühzeitig für die Junioren-Deutschen in Weinheim qualifiziert“, freut sich der Student, der die U 20-Wertung uneinholbar vor dem Osnabrücker Nachwuchstalent Dominik Stienhenser anführt. Bei der Deutschen in Tauberbischolfsheim hat er sich den Sprung unter die besten 32 Florettfechter als Ziel gesetzt. Bei seinem ersten Auftritt auf nationaler Bühne scheiterte Golod noch in der Vorrunde. Unvergessen blieb aber sein Auftritt gegen Benjamin Kleibrink, den Olympiasieger von 2008 in Peking: „Gegen den habe ich immerhin sechs Treffer gelandet.“

Routinier Axel Klages unterlag im Viertelfinale von Hannover dem späteren Finalisten Nels Rieckmann und landete auf dem sechsten Platz. ali



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