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Ex-Nationalspieler Mike Bezdicek plaudert beim 07-Freundeskreis über seine Karriere

Ein Handballer unter Fußballern

Hameln. Der Freundeskreis von Preußen Hameln 07 hatte diesmal einen besonderen Gast. Erstmals plauderte mit Ex-Nationalspieler Mike Bezdicek ein Handballer vor den ehemaligen Fußballern über seine Karriere.

veröffentlicht am 03.11.2015 um 15:22 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

Einmal ganz neue Wege ging der Freundeskreis von Preußen Hameln 07. Nicht Fußball aus glorreichen Zeiten war das Topthema in der Kolonie am See, sondern Handball. In der Hauptrolle Globetrotter Mike Bezdicek. Und der 2,06-Meter-Riese hatte viel zu erzählen, plauderte vor 80 interessierten Teilnehmern locker aus dem Nähkästchen und sparte auch nicht mit Anekdoten. „Ich bin zwar Handballer mit Leib und Seele, fühle mich aber auch unter Fußballern sehr wohl“, klärte „Bezze“, wie er genannt wird, auf. Ist aber auch kein Wunder, denn sein Schwiegervater ist der Fischbecker Peter Cimander, ebenfalls ein alter Preuße. Dessen Tochter Katja hatte er 2012 geheiratet. Bezdicek, einst vor 47 Jahren im sächsischen Freiberg geboren, war als Profi und auch nach seinem Karriereende ein Wanderer zwischen den Handballwelten. Nicht nur in der Bundesliga wechselte er als Kreisläufer und Rückraumspieler hin und her, spielte nicht nur in Hofweier, Lemgo, Bad Schwartau, Kiel, Minden und Ahlen, sondern auch in Italien bei Rubiera und sogar im südspanischen Almeria. Den heimischen Fans ist er nicht nur aus seiner Zeit als Spieler beim Bundesligisten VfL/BHW Hameln, damals noch unter Trainer Sead Hasanefendic, bekannt. Auch sein Engagement bei den Drittliga-Damen des MTV Rohrsen sowie bei den Herren des MTV Obernkirchen ist noch in guter Erinnerung. Derzeit coacht der 47-Jährige die Drittliga-Frauen aus Bad Salzuflen. Beim Blick zurück war für Bezdicek die Olympiateilnahme 2000 in Sydney ein unvergessliches Erlebnis. Aber nicht nur die Einsätze im DHB-Team unter Bundestrainer Heiner Brand, auch ein Schnappschuss, der ihn zusammen mit Boxlegende Muhammed Ali zeigt. Doch als er den Film zum Entwickeln gab, war der verschwunden. „Das hat mich fast mehr gewurmt als unser fünfter WM-Platz“, so Bezdicek, der nach eigenen Worten das meiste Geld in seiner Karriere als Spieler bei GWD Minden verdient hat. Als Trainer sei er aber oft mit seinen Forderungen im bescheidenen Rahmen geblieben. Klar, dass ihn der 07-Freundeskreis mit Fragen bombardierte, wobei auch seine Sicht über die derzeitige Situation des Handballs in Deutschland gefragt war. rhs



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