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Joeri de Coninck gewinnt 26. Internationalen Marathon / Miriam Sauerland schnellste Frau

Ein Belgier der „König von Pyrmont“

Bad Pyrmont. Der Kleinste war diesmal der Größte! Vor dem Startschuss des Marathonfeldes fiel Joeri de Coninck, der kleine Langstreckler aus Belgien, vor allem durch seine zahlreichen Tätowierungen an Armen und Beinen auf. Drei Stunden später waren die aber nur noch Nebensache. Denn da jubelten die Zuschauer dem 36-jährige Belgier zu, als er die Konkurrenz um fast eine Minute abgehängt hatte und als Sieger auf der historischen Hauptallee Richtung Ziel düste.

veröffentlicht am 27.07.2014 um 17:10 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Genau nach 3:06:57 Stunden blieb die Uhr stehen. Zum zweiten Mal nach 2006 – da gewann der Schweizer Prapat Bogusch den Pyrmont-Marathon – hatte ein ausländischer Marathoni seine deutsche Konkurrenz in Bad Pyrmonts abgehängt. Und bei den Frauen bestimmte vor allem Miriam Sauerland aus Ahlen das Tempo. 3:24:38 Stunden und Platz acht in der Gesamtwertung. Eine sportliche Topleistung, vor der die Männer durchaus schon mal den Hut ziehen durften.

Einen neuen Streckenrekord hatte auf der Halbmarathon-Distanz ein alter Bekannter im Visier. Doch Elias Sansar aus Lage, Pyrmont Marathon-Gewinner von 2011 und mit acht Siegen ungekrönter König des Hermannslaufes, fehlten am Ende 39 Sekunden, um die Bestzeit von Sebastian Brandt zu toppen. „Ich bin eine Woche vorher noch eine Marathon gelaufen. Da fehlte mir heute doch ein wenig die Frische, um eine neue Bestzeit aufzustellen“, musste Sansar zugeben. Aber immerhin ließ er mit Eike Eyermann einen weiteren Pyrmont-Marathonsieger (2004) als Zweiten klar hinter sich.

Das Lauf-Event in der Kur-stadt, wo in diesem Jahr 1300 Startnummern ausgegeben wurden, wird von Jahr zu Jahr internationaler. Der Japaner Masafumi Ishida, diesmal Sechster auf der 42,195 Kilometer langen Marathonstrecke, fühlt sich schon als Dauergast, doch in die aktuelle Starterliste hatten sich diesmal gleich Läufer und Läuferinnen aus 14 weiteren Nationen eingetragen. Sogar bis nach Estland, Österreich, Norwegen, Italien und Kanada hat sich die Veranstaltung herumgesprochen und Lauf-Enthusiasten angelockt.

4 Bilder
Schnellster über 5 Kilometer: Niklas Heise (Runners Point Hameln)

Das Veranstaltungsteam um Bernd Mecke konnte am Ende ein positives Fazit ziehen: „Tolle Stimmung, bestes Wetter, spannende Läufe. Einfach alles richtig gemacht!“



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