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So quälte sich Dewezet-Fotograf Nils Propfen beim Klüt-Trail-Run durch den Parcours der Leiden

Dreckig und kaputt – aber glücklich

Hameln. Diverse Schürfwunden, blaue Flecken und ein gigantischer Muskelkater. Der 2. Klüt-Trail-Run in Hameln hatte für mich ein paar schmerzhafte Souvenirs parat. Eben ein Wettkampf der ganz besonderen Art. Als ich mich anmeldete, wusste ich nicht genau, auf was ich mich da eingelassen habe. So schwer kann es doch nicht werden, dachte ich als erfahrener Triathlet. Aber Pustekuchen. Ich wurde schnell eines Besseren belehrt, denn bei der Quälerei über die 14 Hindernisse musste ich tatsächlich bis an meine körperlichen Grenzen gehen. Aber nicht nur ich.

veröffentlicht am 29.09.2014 um 16:12 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Allen 215 Teilnehmern bei der 2. Auflage rund um den Rennacker waren die Strapazen auf dem Parcours der Leiden anzusehen. Einfach geht eben anders. Volle Kraft voraus hieß es für mich von Beginn an. Nervös war ich allerdings nicht, denn wie bei anderen Wettkämpfen fehlte beim Klüt-Trail der Zeitdruck. Hauptsache ankommen war hier die Prämisse. Und das war schon schwer genug für alle, denn unterwegs hätte nicht nur ich liebend gerne mal eine kurze Verschnaufpause unter dem Sauerstoff-Zelt eingelegt. Nach den ersten Hindernissen war ich noch voll im Saft und guter Dinge. Spätestens nach der ersten Runde wurde es aber ernst für mich. Die Hatz über Baumstämme, Strohballen, durch Wasserbecken und die Wühlerei durch Schlamm und Sand zehrten immer mehr an meinen Kraftreserven. Drei Runden über jeweils 2000 Meter können da schon verdammt lang werden, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie oft man noch über die Hindernisse muss.

Da kommt dann schnell auch der innere Schweinehund ins Spiel. Den hatte ich aber im Griff, auch wenn mir die Kletterei durch die Treckerreifen am allerschwersten fiel. Aber ich bin angekommen – und nur das zählt für mich. Dreckig und kaputt, aber total glücklich. Und so ging es auch meinen Leidensgenossen, von denen sich mit Ingo Domdey sogar ein 64-Jähriger als ältester Teilnehmer auf den extremen Parcours gewagt hatte. Hut ab!

Für mich steht schon jetzt fest: Auch beim nächsten Klüt-Trail-Run bin ich wieder dabei. Was mir auch noch gefiel: Der Teamgeist wurde von allen Teilnehmern sehr groß geschrieben und es wurde jedem geholfen, um die Hindernisse zu überwinden. So macht die Quälerei erst richtig Spaß.

3 Bilder
Gezeichnet: Nils Propfen kämpfte sich mit Bravour durch den Parcours beim Klüt-Trail-Run. haje/4

Bilder-Galerie und Informationen unter: www.trailrun-hameln.de



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