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Start in die neue Saison wird für Bogorinsky und die Hamelner Wasserballer ein Abenteuer

„Dino“ Dieter: Zweitliga-Debüt mit 49 Jahren

Wasserball. Es gibt Tage im Leben, die man nicht vergisst. Der 25. November 2010 gehört für Dieter Bogorinsky bestimmt dazu. Der Wasserballer des Hamelner Schwimmvereins (HSV) feiert heute sein Zweitliga-Debüt – mit 49 Jahren. Für ihn ist das kein Spiel wie jedes andere. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Dafür hat sich das harte Training der vergangenen Monate gelohnt. Ich bin total aufgeregt“, gibt Bogorinsky zu, der zwar zu den Dinos der 2. Bundesliga zählt. Wie ein „alter Sack“ fühlt er sich mit 49 Jahren aber noch nicht. „Ich bin zwar im Wasser nicht mehr ganz so schnell wie früher, aber ich kann mit unseren jungen Wilden noch ganz gut mithalten.“

veröffentlicht am 24.11.2010 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:04 Uhr

Treffsicher im Training: HSV-Dino Dieter Bogorinsky nimmt Maß.  Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Seit 40 Jahren jagt Bogorinsky im Wasser den Bällen hinterher. Die ersten 15 Jahre spielte er in Bad Münder, seit 1985 in Hameln. „Früher habe ich Handball gespielt, das ging aber zu sehr auf die Knochen. Übers Schwimmen bin ich dann zum Wasserball gekommen.“ Ans Aufhören hat er noch kein einziges Mal gedacht: „Ich mache weiter, weil es mir Spaß macht. Wenn das nicht der Fall wäre, würde ich bestimmt nicht dreimal pro Woche trainieren.“

Mit vier Tagen Verspätung beginnt für ihn und die Hamelner Wasserballer heute (19 Uhr) in Hannover das Abenteuer Zweite Liga. Gegner ist die SG W98/Waspo Hannover, die in der neuen Saison zu den engeren Titelfavoriten zählt. Aber vielleicht gelingt es dem krassen Außenseiter aus Hameln, der als Abstiegskandidat Nummer eins gilt, dem haushohen Favoriten zu ärgern. Um sich an das größere Spielfeld zu gewöhnen, haben die Hamelner in der Saisonvorbereitung einige Testspiele in Herford und Wunstorf durchgeführt. Das Schwimmbecken in der Halle am Einsiedlerbach und in Aerzen ist nämlich zu klein. Das ist übrigens auch der Grund, dass der HSV dort in der Hinrunde keine Heimspiele austragen darf. Die finden alle erst in der Rückrunde im Hamelner Südbad statt. Dass der HSV zunächst nur auswärts antreten muss, „muss für uns aber kein Nachteil sein“. Ein Handicap ist aber, dass der HSV in der Saisonvorbereitung kein einziges Mal in Bestbesetzung antreten konnte. Spielertrainer Jens Liedtke ist deshalb schon froh, „dass alle auswärtigen Spieler von ihren Arbeitgebern freibekommen haben, um am ersten Spieltag dabei sein zu können“.

Der Coach rechnet damit, dass heute vor dem Anpfiff seine Jungs nervös sein werden: „Wenn wir den Zuschauern namentlich vorgestellt werden, wird bei uns der Puls bestimmt schneller schlagen als normal.“ Der Ex-Hildesheimer Benedikt Schwuchow kann sich an sein erstes Zweitliga-Spiel noch erinnern: „Das war für mich ein unglaubliches Glücksgefühl. Ich hatte damals einen Kloß im Hals.“ „Doch als ich dann ins Wasser sprang, war alles vergessen“, ergänzt Neuzugang Robert Rose.



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