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Verteidigt Andrea Pieper in Portugal den Titel?

„Diese WM ist eine ganz besondere für mich“

Rollkunstlaufen. Die Koffer hat Andrea Pieper bereits gepackt. Denn schon morgen um 11 Uhr fliegt die 25-jährige Rollkunstläuferin vom VfR Aerzen mit dem 22-köpfigen Dream-Team Niedersachsen von Hannover aus Richtung Portugal, um dort am kommenden Samstag den im Vorjahr in Freiburg errungenen Weltmeistertitel zu verteidigen. Das ist jedenfalls das große Ziel.

veröffentlicht am 23.11.2010 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:04 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Obwohl der WM-Countdown bereits läuft, hält sich bei Andrea Pieper das Lampenfieber noch in Grenzen. Dafür steigt bei ihr die Vorfreude von Tag zu Tag: „Diese WM ist eine ganz besondere für mich.“ Im Jahr 2000, also vor genau zehn Jahren, holte die Aerzenerin bei ihrem WM-Debüt ihr erstes Gold auf internationalem Parkett. Das war für sie „ein unvergessliches Erlebnis“. Damals war die Aerzenerin mit gerade einmal 14 Jahren das Nest-häkchen im Team. „Heute bin ich mit 25 Jahren schon ein alter Hase. Von der alten Weltmeistermannschaft bin ich die letzte, die übrig geblieben ist.“ Ihre heutigen Trainer, Annette Ziegenhagen-Gielnik und Wolfgang Grampp, liefen damals noch selbst mit. Lange ist es her ...

Inzwischen war Pieper mit der aus ganz Niedersachsen zusammengewürfelten Formation neunmal bei Weltmeisterschaften dabei. Die eindrucksvolle Bilanz: Vier Gold- und zwei Silbermedaillen. Nach der WM 2002 bekam Pieper sogar vom damaligen Innenminister Otto Schily das Silberne Lorbeerblatt überreicht – die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland. Darauf ist die Rollkunstläuferin immer noch sehr stolz, doch ihr Blick richtet sich nach vorne. Pieper hat sich mit ihrem Team ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollen wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen. Aber das wird kein Selbstläufer für uns, denn auch die Teams aus Argentinien und Italien zählen wieder zum engeren Favoritenkreis.“

Diesmal nicht dabei ist die Hamelnerin Leonie Blasko, die das Team nach der DM verlassen hat. Für die Schülerin war laut Pieper der Trainingsaufwand zu groß: „Wir bereiten uns seit drei Monaten intensiv auf diese WM vor. Das war ein absolutes Power-Programm.“

Die Schufterei scheint sich auszuzahlen. Die Generalprobe war zwar noch nicht perfekt, „aber es lief schon ganz gut.“ Die letzte lockere Trainingseinheit vor dem Wettkampf ist am Freitag in Portugal geplant. „Am Samstagvormittag dürfen wir dann erstmals in die Sporthalle, in der die Wettkämpfe ausgetragen werden. Allerdings nur für 20 Minuten.“

Andrea Pieper (VfR Aerzen) hat sich für die Rollkunstlauf-WM in Portugal ehrgeizige Ziele gesetzt. Foto: privat

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