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Diese Jugend-WM war Werbung für den Minigolfsport

Minigolf. Zehn Tage lang war Bad Münder der Mittelpunkt des Minigolfsports, als auf der Anlage im Kurpark die Jugend-Weltmeisterschaften stattgefunden haben. Mit Dr. Gerhard Zimmermann, Präsident des Weltverbandes (WMF) und des deutschen Verbandes (DMV) sowie Organisationschef der Jugend-WM sprach unser Mitarbeiter Dieter Gömann.

veröffentlicht am 21.08.2012 um 00:05 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Herr Zimmermann, die Jugendweltmeisterschaften gehören der Vergangenheit an. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Mit der organisatorischen Abwicklung und der Organisation und mit dem sportlichen Abschneiden bin ich sehr zufrieden. Wir haben auch viele positive Rückmeldungen erhalten, dass das komplette Team hier gute Arbeit geleistet hat.

Das deutsche Aufgebot errang zehn Medaillen – davon viermal Gold. Haben Sie den Erfolg von 2010 in Sotschi gesteigert?

Ja, denn jetzt ist ein weiterer Wettbewerb hinzugekommen. Statt 12 Medaillen wurden jetzt 18 vergeben.

Worauf führen Sie das Abschneiden in der Spitze wie auch in der Breite zurück?

Wir haben seit Jahren ein eingespieltes Trainerteam, das auch sehr stark auf Kontinuität achtet, sodass Erfolge mittelfristig planbar sind.

Hat es im Ranking der führenden Nationen eine Veränderung gegeben?

Wir haben bei dieser WM unsere führende Position untermauert und ausgebaut. Auch andere Nationen sind gemäß ihrem langjährigen Leistungsniveau durchaus in der Lage, für Überraschungen zu sorgen wie die Goldmedaille für Finnland bei den Junioren im Matchplay.

Auffällig ist, dass die Schweden nicht mehr so dominant sind. Was ist die Ursache?

Unser Trainerteam hat zusammen mit dem Bundeskader der Jugendlichen seit Jahren den Fokus auf die Filzgolfbahnen gelegt, auf denen wir einen ursprünglichen Rückstand in eine führende Position umgewandelt haben.

Welche Anstrengungen unternimmt der Weltverband, weitere Nationen als Mitglieder zu werben und damit auch an einer Teilnahme bei der EM und WM zu bewegen.

Die WMF fördert die Teilnahme neuer Nationen auch finanziell. Eine meiner Aufgaben als Weltverbandspräsident ist, persönliche Besuche in ihrem Land zu unterstützen und zu motivieren.

Erhält der DMV für die Ausrichtung derartiger Meisterschaften Zuschüsse?

Für die Ausrichtung von internationalen Jugendmeisterschaften gewährt das BMI leider keine Zuschüsse. Dafür sind in diesem Jahr für das Land Niedersachsen die Niedersächsische Lotto-Sportstiftung, die Klosterkammer Hannover und viele regionale Sponsoren eingesprungen.

Wie hoch sind die Kosten für die WM in Bad Münder zu beziffern?

Wir haben das Budget dieser Jugend-WM mit cirka 100 000 Euro veranschlagt. Nicht eingerechnet sind dabei die unzähligen Stunden der ehrenamtlichen Helfer des Sportclubs Bad Münder, des Minigolfsport-Verbandes Bremen/Niedersachen und des DMV.

Welche Chancen räumen Sie dem Minigolfsport ein, in mittlerer Zukunft olympisch zu werden?

Um ehrlich zu sein – wir müssen realistisch bleiben. Jeder Sport will sich weiterentwickeln, und deshalb engagiere ich mich als Präsident des Weltverbandes in vielen internationalen und nationalen Gremien.

Ihr schönstes Erlebnis bei dieser WM?

Das unheimliche Fair Play und die vielen neuen Freundschaften zwischen den Sportlern.

Gibt es noch etwas zu verbessern?

Ich strebe als Organisationschef immer nach Optimierung – egal von welcher Ausgangsbasis. Ich glaube dennoch, dass diese WM dem Optimum sehr nahe kam.

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