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Hamelner Wasserballer fangen in der Bezirksliga wieder bei null an

„Die fetten Jahre sind vorbei“

Hameln. Vor zwei Jahren spielten die Hamelner Wasserballer noch in der zweiten Bundesliga, doch die goldenen Zeiten sind vorbei. Hoffnungsvolle Talente wie Benedict Schwuchow, Robert Rose und Sören Strehler, die sogar das Interesse der Bundesliga-Klubs weckten, und Top-Torjäger Steffen Knippertz haben den Verein längst verlassen. Der HSV fängt in der Bezirksliga jetzt mit einer stark verjüngten Mannschaft wieder bei null an.

veröffentlicht am 15.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

„Die fetten Jahre sind vorbei“, sagt Vereinschef Dietmar Müller. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga setzte sich die Talfahrt ungebremst fort. In der vergangenen Bezirksoberliga-Saison kassierte der HSV eine Niederlage nach der anderen und stieg als Schlusslicht sang- und klanglos ab – ohne ein einziges Spiel zu gewinnen. In der neuen Saison, die am Sonntag (15.30 Uhr, Einsiedlerbach) mit einem Heimspiel beginnt, spielen die Hamelner in der Bezirksliga gegen die SG Misburg/PSV Hannover, TSV Anderten, Waspo 98 Hannover IV, WV Wunstorf, Lehrter SV, SpVg. Laatzen und SV Langenhagen II. „Unser Spielerkader hat sich total verändert“, sagt Müller. Jetzt müssten die Jugendspieler „die Kastanien aus dem Feuer holen“, denn der Altersdurchschnitt des Teams beträgt nicht einmal 20 Jahre. Um den Routinier Daniel Funk tummeln sich eine Handvoll junger Spieler. Hinter dem Centerverteidiger wird im Tor der 18-jährige Chris Schlecker spielen, „der endlich mal ein Spiel als Sieger beenden möchte“. Links neben Daniel Funk wird der 16-jährige Finn-Kristof Müller spielen, auf der rechten Abwehrseite Jan-Philipp Grünert (18). Vorne sollen Yanick Rose (18), Adrian Beutner (22) und Luka-Kristian Müller, der als 15-jähriger seine erste Herren-Saison spielen darf, für die Tore sorgen. Neben der Stammsieben gehören mit Ersatztorwart Merlin Kleinert, Verteidiger Jan Bollmann und Stürmer Moritz Gierke drei Spieler zum HSV-Kader, die auch erst 16 Jahre alt sind. „Für den Fall der Fälle wären auch unser Wasserball-Dino Dieter Bogorinsky und Jens Liedtke bereit, ins Wasser zu springen“, so Müller. Beruflich und verletzungsbeding kürzertreten mussten Julian Schillig (20), Niclas Gierke (18) und Paul Lohde (16), die aber zumindest sporadisch eingesetzt werden könnten. Für die Zukunft des Wasserballs sieht es laut HSV-Chef Dietmar Müller nicht rosig aus – nicht nur in Hameln. „Im Wasserballsport ist die Tendenz wie bei vielen anderen Mannschaftssportarten auch: Es geht abwärts. Im Bezirk Hannover sind nur noch 22 Mannschaften im Einsatz, davon bilden sich immer mehr Spielgemeinschaften“, so Müller. Der HSV habe besonders zu leiden, weil viele „intelligente Spieler“ aus beruflichen Gründen Hameln den Rücken gekehrt, weil sie woanders bessere Jobangebote bekommen hätten. „Mit den Spielern, die uns in den vergangangenen vier Jahren verlassen haben, hätten wir eine komplette Herrenmannschaft melden können“, so Müller. Für den Vereinschef ist klar, dass für die Hamelner Wasserballer auch in der Bezirksliga „die Bäume nicht in den Himmel wachsen“ werden. Was das erste Heimspiel am Sonntag gegen die SG Misburg/Hannover angeht, kann Müller zum noch unbekannten Gegner nicht viel sagen: „Wir werden einfach drauflosspielen.“ Schließlich kann es nach der langen Niederlagenserie der Hamelner Wasserballer nur noch besser werden…



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