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Inlineskater Martin Höxter rennt von Erfolg zu Erfolg / Ratte als Glücksbringer

Der Pisten-Flitzer auf acht Rollen

Inlineskating. Seine moderne Randsportart ringt zwar noch um ihre olympische Anerkennung, doch Martin Höxter ist nicht traurig, dass er sich dem Rennsport auf acht Rollen verschrieben hat. Denn der 14-jährige Realschüler, Mitglied der Hamelner Inline-Connection, hat bei seinen bisherigen Starts als B-Schüler bei Veranstaltungen in Norddeutschland meist auf dem Podium gestanden und sich von den Zuschauern feiern lassen. Egal, ob beim Biathlon in Adlum (mit Luftgewehrschießen), beim Paderborner Osterlauf, bei der Berliner Vattenfall-City-Night oder beim 120-Kilometer-Rennen rund um den Fläming – stets gehörte der Junge mit dem markanten Irokesenschnitt zu den Fahrern, die in ihrer Altersklasse an der Spitze des Feldes zu finden waren.

veröffentlicht am 19.08.2010 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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„Wahrscheinlich bringt mir die Ratte auf dem Helm, die bei keiner Veranstaltung fehlen darf, das notwendige Glück, dass es meist ohne Sturz abgeht und ich meine Laufpower unterwegs voll entfalten kann“, so der 57-Kilogramm-Athlet, der bereits dreimal am Landeskader-Training in Hannover teilgenommen hat, aber ansonsten von seinem Vater Peter (48), dem er mittlerweile bei Rennen schon Paroli bieten kann, und Vereinstrainerin Rebecca Schwarz beraten wird.

„Das meiste habe ich mir aber durch eigene Trainings- und Rennerfahrungen angeeignet“, erzählt er stolz. Zwar wollte er zunächst Fußballer werden, spielte auch fast sieben Jahre bei den Junioren des TSV Hachmühlen in der Abwehr, doch dann warf er mit zehn Jahren plötzlich das Handtuch. Es „funkte“ nicht mehr zwischen ihm und seinem Trainer. Seinerzeit kam ihm der glückliche Umstand zugute, dass er in den Besitz von Inlineskatern gelangte, die ihm seine Eltern geschenkt hatten. „Sie hatten allerdings mit meinen heutigen Hightech-Flitzern aus Carbon nur noch die Form gemein. Alles ist natürlich viel moderner geworden, was sich auch im halben Gewicht und im riesigen Preisunterschied niederschlägt.“

Stolze sechshundert Euro mus man heute für ein Paar Inliner hinblättern, wobei allein die zehn Zentimeter großen Rollen und die separaten Kugellager ein Viertel der Summe verschlingen. Und die müssen auch noch spätestens alle zwei Jahre ausgewechselt werden.

Um sich gut auf seine Rennen vorzubereiten, geht Martin nicht nur dreimal in der Woche auf die Piste – entweder in Richtung Fischbecker Kiesteiche bis Fuhlen oder entlang des Weserradweges bis in den Raum Emmerthal – sondern ist auch in der Turnhalle des Viki-Lu zu finden, wo er seine Motorik und vor allem die Geschicklichkeit beim Spiel mit leichten Hockeyschlägern zu verbessern sucht.

„Das mache ich ganz bewusst. Denn oft kommt es vor, dass bei Großveranstaltungen andere Läufer mir in die Quere kommen oder gar stürzen und damit plötzlich zu Hindernissen werden. Und da meine Inliner über keine Bremsen verfügen, bin ich gezwungen, blitzschnell auszuweichen oder drüberzuspringen, um nicht selbst zu Fall zu kommen“, klärt Höxter auf.



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