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Salomo Garbe (9) aus Hameln zeigt großes Talent beim Langstreckenlauf

Der kleine Blonde mit den schnellen Turnschuhen

Hameln. Er ist im Moment nur 1,30 Meter groß – fast noch ein „Dreikäsehoch“. Doch der erst neunjährige Langstreckenläufer Salomo Garbe verdiente sich schon jetzt den Respekt seiner großen Konkurrenten. Die rieben sich zunächst beim Start zum TC-Berglauf und twinfitlauf in Aerzen noch ungläubig die Augen, sparten auch nicht mit mitleidsvollen Blicken, doch schon bald blieb nur noch Bewunderung für den kleinen Blonden mit den schnellen Turnschuhen. Anstatt auf die Jugendstrecke wagte er sich gleich auf die längere Distanz. Mit Erfolg, denn der Grundschüler aus Hameln zeigte dabei im Ziel noch etlichen Erwachsenen die Hacken. Egal, ob bergan oder bergab, Salomo zeigte Stehvermögen und Ausdauer – und das eigentlich ohne große Vorbereitung.

veröffentlicht am 27.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

Nur gelegentlich hat er seinen Vater Christian (49) in seiner gut einjährigen Laufkarriere zum Training begleitet. Doch wenn Veranstaltungen im heimischen Raum anstehen, wie der Silvesterlauf in Emmerthal oder die Bergläufe, wird das Training für beide zum Pflichtprogramm. „Wir laufen meist auf Feldwegen, verbessern so unsere Kondition und sind somit für die Läufe gut vorbereitet“, verrät Christian Garbe. Beim 6,9-km-Lauf in Emmerthal kam er noch vor seinem Sohn ins Ziel. Aber nur, weil der Neunjährige gedacht hatte, nach einer Schleife durch den Ort wäre er schon im Ziel und zu früh zum Spurt ansetzte. Das hat viel Kraft gekostet, und als ihm später die Puste ausging, konnte der Papa noch vorbeiziehen. „Aber das passiert mir nicht noch einmal.“

Eigentlich hatte sich der junge „Road- und Geländeläufer“, der schon seinen ersten Marathonlauf lebhaft vor Augen hat, für den Fußballsport entschieden, trainierte unter Roman Klodnyckij beim FC Preußen Hameln. Aber schon bald verließ Salomo Garbe die Lust. „Ich habe in der Zeit nicht ein einziges Tor geschossen“, erklärt er seinen Wechsel ins Läufer-Metier.

Dort musste er („Gegen die Besten in meiner Klasse habe ich immer verloren“) dann feststellen, dass er nicht zum Sprinter geeignet ist und suchte fortan sein Heil auf der Langstrecke. Und es lohnte sich, wurde der Blondschopf schon zweimal in diesem Jahr vom Veranstalter mit Sonderpreisen ausgezeichnet. Auch Vater Christian ist keine Konkurrenz mehr, hängt er ihn längst auf allen Strecken ab. Dabei war der dem „Familien-Duell“ gegen seinen Sohn schon jüngst beim twinfit-Lauf ausgewichen und über die kürzere Distanz gestartet. Kurz vor dem Ziel wollte er Salomo dann ein Stück entgegenkommen und gemeinsam mit ihm über die Linie laufen. Aber Pustekuchen. Der kleine Garbe hatte nach zehn Kilometern noch so viel Power in den Beinen, dass ihm der Vater – trotz kürzerer Strecke – nicht mehr folgen konnte. Keine Frage: Hier wächst ein großes Langstreckentalent heran. rhs/ro



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