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German-Masters-Sieger Maik Langendorf zählt zu den besten Dart-Spielern Deutschlands

Der Herr der Pfeile

Hameln/Kirchheim. In der Dartsportszene ist Maik Langendorf ein bekannter Name. Kein Wunder, denn beim Automatendart, auch Electronic-Dart (E-Dart) genannt, hat der Halvestorfer schon so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Die Liste seiner Erfolge ist inzwischen so lang, dass der 41-Jährige selbst schon fast den Überblick verliert: Mit über 15 Titeln ist Langendorf Deutscher Rekordmeister im E-Dart. Auch Welt- und Europameister war er schon.

veröffentlicht am 21.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Doch seinen bisher „größten sportlichen Erfolg“ feierte er vor wenigen Tagen, als er erstmals im Steeldart beim German Masters in Kirchheim triumphierte. Ein Titel, auf den er besonders stolz ist, denn: „Weltermeister im E-Dart zu werden ist leichter, als das German Masters im Steeldart zu gewinnen, weil die Konkurrenz wesentlich stärker ist.“ Im Endspiel traf der Halvestorfer, der auch für den DC Hameln 79 – einem der ältesten Dartvereine Deutschlands – spielt, auf Christian Gößwein aus Bayern, der zuvor im Halbfinale den Titelverteidiger Jyhan Artut aus Niedersachsen geschlagen hatte. „Im Finale habe ich echt gut gespielt und mit 2:0, 2:1 und 2:0 gewonnen.“

Es war nicht sein einziger Erfolg, denn am Tag zuvor holte Langendorf mit der achtköpfigen Niedersachsenauswahl der Herren bereits den Teamtitel: „Im Finale konnten wir sensationell gegen die sehr starken Baden-Württemberger mit 7:2 gewinnen und damit unsere knappe Finalniederlage vom Vorjahr ausbügeln.“ Unterm Strich war es ein perfektes Wochenende für ihn. Besser geht’s nicht. Früher spielte Langendorf Steeldart – im Gegensatz zum E-Dart ist die Pfeilsitze aus Metall und nicht aus Kunststoff – nur nebenbei, erst seit drei, vier Jahren nimmt der Grafikdesigner regelmäßig an Turnieren teil. Unter anderem auch an der Europatour der „Professional Darts Corporation“, kurz PDC, für die er übrigens auch das Logo entworfen hat. Die Turniere der PDC-Tour sind in der Dartszene sehr populär und werden auch im Fernsehen live übertragen: in Deutschland zum Beispiel auf Sport1. Bei den Turnieren der PDC-Tour tummeln sich die Superstars der Dartszene wie die lebende Legende Phil „The Power“ Taylor. Der sechzehnfache Weltmeister gilt als bester Dartspieler aller Zeiten. Während die Top-Profis durch Sponsoren- und Preisgelder teilweise Jahresgagen in Millionenhöhe verdienen, muss Maik Langendorf für sein teures Hobby noch draufzahlen: „Reich wird man damit nicht. Für den Titel beim German Masters habe ich ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro bekommen.“ Doch das ist für ihn nur ein Tropfen auf den heißen Stein: „Ich bin bestimmt 30 Wochenenden im Jahr unterwegs.“ Dementsprechend hoch seien die Kosten für Reise und Unterkunft. Hinzu kämen noch die Startgelder für die Turniere. „Da kommt ganz schön was zusammen. Deshalb bin ich froh, wenn die Preisgelder die Kosten einigermaßen decken“, sagt Langendorf, der schon seit einer „gefühlen Ewigkeit“ Dart spielt: „Ich habe vor 26 Jahren damit angefangen“ – damals war er noch ein Teenager. Inzwischen ist er 41 und trainiert fast täglich, damit seine ehrgeizigen Ziele, u. a. die Qualifikation für die PDC-WM, irgendwann Wirklichkeit werden.

Kurios: Obwohl Langendorf, der seit elf Jahren in Halvestorf wohnt, in Deutschland geboren wurde, startet er unter anderem auch beim Welt-Cup in Hamburg für Österreich. Aber warum? Die Antwort ist simpel: „Ich bin Deutscher, habe aber durch meine Eltern auch einen österreichischen Pass.“



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