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Erst Cross, dann Mountainbike: Harte Saison für Ralf Kropp vom RRV Weser-Zugvogel Hameln

„Der Dreck darf auch mal kräftig spritzen“

Hameln. Auf die Wintersaison hatte sich Ralf Kropp, der Cross-Spezialist des RRV Weser-Zugvogel Hameln, eigentlich gefreut. Doch so richtig wurde nichts daraus, denn Schnee und Eis blieben aus, die Rennen fanden mehr in Matsch und Schlamm als in einer weißen Winterpracht statt.

veröffentlicht am 27.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

von Klaus Frye

Schon Ende Oktober startete Kropp in die Cross-Saison. Und diese Rennen sorgten bereits vor Jahrzehnten, zu Zeiten von Radgrößen wie Rolf Wolfshohl, Klaus Peter Thaler oder Mike Kluge, als Querfeldein-Rennen für Furore. Die Winterserie auf dem Rennrad, bei dem die Reifen mit einem extra dicken Profil ausgestattet sind, lief für den 51-jährigen Aerzener in der Klasse der Senioren 3 eher durchwachsen. Und zum Abschluss kam bei der Deutschen Meisterschaft im oberfränkischen Döhlau auch noch Pech dazu. „Da ist mir die Kette gerissen“, sagte Kropp, der den Ärger aber längst abgehakt hat. Denn die Saison geht schließlich weiter. Aber nach der Deutschen nicht mehr mit dem Querfeldein-Rennrad, sondern mit dem Mountainbike. Oder, um es fachmännisch auszudrücken – erst Cross-, dann Cross Country-Rennen.

Und bei der Mountainbike-Premiere fuhr der Spezialist des RRV Hameln beim „Ice Rider-Rennen“ in Schömberg gleich auf Platz drei. Ihrem wohlklingenden Namen machte die Veranstaltung im Schwarzwald aber keine Ehre. Selbst auf 700 Metern Höhe war außer einigen Schneeresten vom Winter nichts zu sehen. Also wie gehabt und nichts Neues für Ralf Kropp: „Der Dreck darf auch mal kräftig spritzen.“ Wie auf der fast zehn Kilometer langen Rundstrecke, die viermal bewältigt werden musste. Die Strapazen waren für Kropp am Ende Nebensache. Denn er stand als Dritter mal wieder auf dem Siegerpodest.

Der Aufwand hatte sich also gelohnt. Denn die Reise in den Schwarzwald begann schon am Freitag. „Man muss sich vor dem Start die Strecke genau anschauen“, weiß der Routinier. „Und sich vor allem die Schlüsselstellen ganz genau einprägen.“ Und sein Reiseplan steht ebenfalls schon seit Monaten fest. Da bleibt kaum mal ein Wochenende, an dem es Kropp ruhig angehen lassen kann.

Einige Termine will er in den kommenden Monaten auf gar keinen Fall verpassen. Echte Klassiker und ein absolutes Muss für Kropp sind der Kellerwald-Bikemarathon in Hessen und das Mountainbike-Festival in Willingen: „Die finden ja fast vor der Haustür statt.“ Doch die richtigen Kracher warten auf ihn in Italien und Österreich. Anfang Mai locken Kropp tolle Strecken und eine traumhafte Kulisse nach Riva an den Gardasee. Der absolute Saison-Höhepunkt steigt Mitte Juni mit der Alpentour-Trophy in Schladming. Vier Etappen, 220 Kilometer, 8800 Höhenmeter und zum Finale ein Downhill-Rennen auf der berühmten Planai – da schlägt das Mountainbiker-Herz besonders hoch. „Hier will ich in meiner Alrsklasse auch meinen Vorjahressieg wiederholen“, hat Kropp als klares Ziel ausgegeben.



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