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Hamelner Siegfried Hornig sammelt Autogramme und Bilder von Sport-Promis

Den Kölner Legenden ganz nah

HAMELN. Die traurige Nachricht, dass Hans Schäfer, der Fußball-Weltmeister von 1954, nur knapp drei Wochen nach seinem 90. Geburtstag gestorben ist, brachte dem Hamelner Siegfried Hornig seine ereignisreiche Kölner Zeit von 2005 bis 2011 schlagartig wieder in Erinnerung.

veröffentlicht am 20.12.2017 um 16:48 Uhr

Der Hamelner Autogrammjäger Siegfried Hornig mit Wolfgang Overath (oben, von links), Patrick Helmes, Christopher Buchtmann, Lukas Podolski, Hans Schäfer, Hannes Löhr, Christoph Daum und Heinz Hornig. Fotos: privat

Autor:

Karl-Heinz Teiwes
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Die traurige Nachricht, dass Hans Schäfer, der Fußball-Weltmeister von 1954, nur knapp drei Wochen nach seinem 90. Geburtstag gestorben ist, brachte dem Hamelner Siegfried Hornig seine ereignisreiche Kölner Zeit von 2005 bis 2011 schlagartig wieder in Erinnerung. Beim Blick auf die zahlreichen Fotos und Autogrammkarten denkt er gerne an die durchweg interessanten Begegnungen und vor allem auch schönen Erlebnisse mit den dortigen Sportgrößen zurück. In dieser Zeit wohnte er, bevor er später dann in die Domstadt zog, zunächst in der Nähe von Bergheim an der Erft. Dort sind übrigens die Schumacher-Brüder Michael und Ralf geboren und auch aufgewachsen.

Ein ganz großes Highlight für Siegfried Hornig war dann auch das Treffen mit Formel-1-Legende Michael Schumacher, den er gleich zweimal hautnah erleben durfte. Das erste Mal 2006, als Schumacher noch für Ferrari fuhr. Jedes Jahr, wenn das Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring stattfand, lud der siebenfache Weltmeister sein ganzes Team auf die Kartbahn seiner Eltern in Kerpen-Manheim ein. „Das war der Hammer, da kamen zig rote Busse, mit dem Ferrari-Emblem drauf, an. Zu der Kartbahn gehört auch eine Pizzeria, da hat das gesamte Team dann gegessen“, ist für Hornig die damalige Situation noch bis ins letzte Detail präsent. Während sich die große Schar der Autogrammjäger erwartungsvoll vor der Tür postiert hatte, ging der Hamelner um die Ecke zur Kartbahn und traute dort seinen Augen nicht: „Ich sah, wie jemand ungebremst in die Kurven fuhr und dachte: Was ist denn das für ein Wahnsinniger. Als der Fahrer später den Helm abnahm, war es Michael Schumacher.“ Nur ein weiblicher Fan und er erlebten diese schöne Episode.

Ein Autogramm des Meisters bekam er selbstverständlich auch. Diejenigen, die vor der Pizzeria-Tür ausgeharrt hatten, später dann ebenso. Schon traditionell und fast legendär sind auch die vom Kart-Club Kerpen-Manheim veranstalteten Läufe um den „Winterpokal“. Nicht selten finden aktuelle Motorsport-Asse auch den Weg dorthin, um aktiv ins Geschehen einzugreifen. Michael Schumacher und sein Vater waren, wie fast immer, dabei. Die Rennpausen verbrachten sie in einem riesigen Wohnmobil. Dort traf Hornig den Champion dann zum zweiten Mal und machte auch ein Foto mit ihm. „Diese Begegnungen waren ein unvergessenes Ereignis für mich“, schwärmt er noch heute davon. Einige Zeit später fand der Hamelner in der unmittelbaren Nähe des Geißbockheims, dem Trainingsgelände des Bundesligisten 1. FC Köln, eine neue Wohnung. Ein absoluter Glücksfall für ihn, denn so hatte er den Profi-Fußball quasi vor der Haustür. „Dort war ich dann sehr oft Zaungast und habe unter anderem beim Training zugeschaut.“ Dabei traf und sprach er am Rande auch sehr lange mit seinen Namensvetter und Ex-Nationalspieler Heinz Hornig. Interessant war, dass der einstige Dribbelkünstler den gleichen Vornamen wie sein Vater hatte und ebenfalls auch aus Schlesien stammte. Außerdem hatte er auch noch am gleichen Tag (28. September) wie Siegfried Hornig Geburtstag. Wie Heinz Hornig sagte, betreibt er Ahnenforschung und führte mit dem Hamelner darüber ein sehr interessantes Gespräch. Später schrieb der Ex-Profi seinem Vater zum 70. Geburtstag dann auch noch eine Glückwunschkarte. Eine tolle Geste.

Die verstorbene Köln-Legende Hans Schäfer mit dem WM-Pokal von 1954. Foto: privat
  • Die verstorbene Köln-Legende Hans Schäfer mit dem WM-Pokal von 1954. Foto: privat
Ein Autogramm von Michael Schumacher. Foto: privat
  • Ein Autogramm von Michael Schumacher. Foto: privat

Einige Male traf der Autogrammsammler fast selbstverständlich auch Wolfgang Overath, den früheren Kölner Mittelfeld-Dirigenten und Ex-Präsidenten. In der Halle unter dem Geißbockheim spielte jeden Mittwoch die Traditionsmannschaft des Bundesligisten Fußball, neben dem 1974er-Weltmeister Overath unter anderem auch Bernd Cullmann, Stefan Engels und Herbert Zimmermann.

Engen Kontakt hatte Hornig natürlich auch mit weiteren Fußball-Legenden des „Effzeh“. So mit dem inzwischen verstorbenen Hannes Löhr, mit Trainer Christoph Daum, Nationalspieler Lukas Podols-ki, Torjäger Patrick Helmes und Mittelfeldstar Thomas „Icke“ Hässler. Auch den Aerzener Christopher Buchtmann, mittlerweile längst in Diensten des Zweitligisten FC St. Pauli, traf er dort am Anfang seiner Bundesligakarriere und überreichte ihm als kleines Präsent eine Hamelner Ratte. Ein weiterer Höhepunkt war für Siegfried Hornig die Begegnung mit Hans Schäfer, dem Weltmeister von 1954. Der erzählte ihm, dass sie für den WM-Titel unter anderem einen Motorroller als Prämie geschenkt bekommen haben. „Er war sehr interessiert, als ich ihm Original-Autogrammkarten der Weltmeister von 1954 zeigte, die ich auf einem Flohmarkt in Köln-Sülz gekauft hatte“, erinnert sich Hornig. Und ganz nebenbei erfuhr er vom Kölner Ex-Kapitän auch, dass diese Autogrammkarten aus dem WM-Vorbereitungslager in der Münchner Sportschule Grünwald stammen. Hans Schäfer wohnte damals in Köln-Lindenthal, nur fünf Minuten vom FC-Trainingsgelände entfernt.



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