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Nach fast 25 Jahren zieht sich Hans-Jörg Sehrbrock als Cheftrainer des RV Weser zurück

Das Ende einer Ära: „Yogi“ sagt Tschüs

Wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören. Dieses Sprichwort hat sich Hans-Jörg Sehrbrock, der von seinen Freunden „Yogi“ genannt wird, offenbar zu Herzen genommen. „Es ist für mich der Zeitpunkt gekommen, zu gehen“, sagt der 55-jährige Cheftrainer des Rudervereins Weser, der nach fast 25 Jahren sein Amt in jüngere Hände übergibt.

veröffentlicht am 24.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:41 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Ganz verabschieden wird er sich aber wohl nicht, denn dem neuen Trainer-Duo Jan Jedamski und Sebastian Stolte wird er weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber auch nur, wenn sie seine Unterstützung brauchen sollten: „Sie müssen ihren eigenen Weg gehen“, sagt Sehrbrock, der schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken spielte, seinen Trainerjob an den Nagel zu hängen. Jetzt ist es so weit. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagt „Yogi“ Tschüs: Einerseits ist er froh, wieder häufiger selbst im Ruderboot sitzen zu können. Das kam in den vergangenen Jahren als Trainer nämlich viel zu kurz. „Andererseits hat mir die Arbeit immer sehr viel Spaß gemacht“, sagt Sehrbrock, der für Vereinschef Peter Dennis „ein Glücksfall für den RV Weser war und ist“.

Mit Sehrbrocks Abschied geht beim Hamelner Ruderklub eine erfolgreiche Ära zu Ende, die 1986 begann. „Damals bin ich aus beruflichen Gründen von Dortmund nach Hameln gezogen, weil ich einen Job beim BHW bekommen hatte“, sagt Sehrbrock, der zunächst an der Seite von Eberhart Ballerstedt coachte und später sein Nachfolger wurde. Sein Job war es, die Ruderer so fit zu machen, dass sie so schnell wie möglich von A nach B fahren können. Und diesen Job machte der Trainer richtig gut. Über 1600 Siege und fast 130 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, die die von ihm trainierten Ruderer auf nationalen und internationalen Regatten holten, sprechen für sich. Sein Erfolgsrezept ist simpel: „Ich war immer mit Herzblut dabei“, sagt Sehrbrock, der aus dem RV Weser eine Talentschmiede machte. Dass Hameln seit 1989 Landesstützpunkt in Niedersachsen ist, war nicht nur ein Meilenstein in der sportlichen Entwicklung des RV Weser, sondern auch eine Anerkennung für die gute Arbeit unter seiner Regie. Wie erfolgreich Sehrbrocks Ära als Trainer war, sieht man in der Vereinschronik, die im Jahr 2010 zum 125-jährigen Jubiläum erschien. Obwohl dort nur die größten sportlichen Titel aufgelistet wurden, ist die Liste lang. Sehr lang sogar. Sehrbrock ist der erfolgreichste Trainer in der über 125-jährigen Vereinsgeschichte. Michael Ruhe, Jan Martin Bröer, Matthias Hobein und Moritz Kleine holten sogar sieben WM-Titel an die Weser.

Übergibt sein Amt in jüngere Hände:

Hans-Jörg Sehrbrock ist der erfolgreichste Trainer in der über 125-jährigen Vereinsgeschichte des RV Weser.

Foto: haje



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