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Trendsportart: Laurent Mannak ist auf dem Longboard in Hameln unterwegs

City-Surfer mit XXL-Brettern

Hameln. Die YouTube-Videos von der Longbaord-Tour waren ein Hit. 39 Tage waren vier Asphalt-Surfer mit ihren XXL-Skateboards unterwegs: von Sylt bis zum Schloss Neuschwanstein. Insgesamt über 1300 Kilometer durch ganz Deutschland, aufgeteilt in tägliche Etappen von 50 bis 70 Kilometer. Von der ereignisreichen Reise mit Stürzen, Strapazen und Hunderten kreischender Fans an den Straßenrändern luden die YouTube-Stars täglich ein selbst gedrehtes Videos im Internet hoch. So entstand ein cooles Roadmovie über eine Trendsportart, die auch in Hameln immer mehr Anhänger findet. Einer von ihnen ist Laurent Mannak, der in seiner Freizeit mit seinem XXL-Brett durch die City surft.

veröffentlicht am 19.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Autor:

von Christoph Graetsch

Ist der Longboard-Hype inzwischen auch in Hameln angekommen? „Ja“, meint Mannak. Die Videos, die sich im Internet immer mehr verbreiten, kämen bei den Jugendlichen gut an. Durch Videoplattformen wie YouTube werde auch bei jungen Leuten das Interesse geweckt, die vorher mit Longboard nichts am Hut gehabt hätten – auch in Hameln.

Neu ist die Sportart eigentlich nicht, denn ein Longboard sei ja nur ein langes Skateboard, erklärt Mannak. Es gibt Zwei-Meter-Bretter mit vier Rollen. Aber es gibt auch etwas kleinere – je nach Fahrstil. Eine Art ist das Cruising, dass einfache herumfahren. Das sei für Anfänger ideal. Der Longboarder rät, erst einmal im Schritttempo anzufangen. „Maximal ist man so schnell wie ein Fahrrad“, so Mannak. Als „Carving“ werde das Fahren von steilen Kurven mit weiten Schwüngen bezeichnet – mit besonders viel Körperverlagerung. Downhill ist das Fahren um die Wette einen steilen Berg hinab – mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern. Freeriding ist eine entschärfte Abwandlung schneller Abfahrten. Dabei geht es aber nicht um Top-Speed und wer als Erster das Ziel erreicht, sondern um den Spaßfaktor mit typischen Slides und Drifts. Es gibt weitere Variationen, doch dies seien die vier bekanntesten Fahrstile, die man trainieren kann. Denn ohne Übung geht es auch beim Longboard nicht.

Deshalb hat es für den Hamelner auch keinen Sinn, wenn sich einige Leute ein Longboard anschaffen, „nur um cool auszusehen“, weil das Surfen auf den XXL-Brettern gerade im Trend ist. Eine gewisse Ernsthaftigkeit gehöre auch bei einer Funsportart dazu. Die Alternative zum Longboard ist das Skateboard, welches schon vorher populär war. Profis wie Tony Hawk haben es auf der ganzen Welt verbreitet. „Eine Rivalität zwischen beiden Szenen ist kaum oder gar nicht vorhanden“, sagt Mannak, der selbst auch Skateboarder ist. „Leider gibt es hier nur wenige Rampen und Möglichkeiten zu skaten oder Longboard zu fahren, da hier nicht so eine große Nachfrage herrscht wie zum Beispiel in Hannover“, meint Mannak. Trotz allem ist der Klüt immer noch eine verlockende Anlaufstelle für Downhill-Fahrer – aufgrund der steilen Abfahrten.



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