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Neuling RV Weser Hameln reist als jüngstes Team zum Saisonauftakt nach Rüdersdorf

An die Ruder! Auf ins Abenteuer Bundesliga

Rudern (kf). „Wir wollen den Großen gleich mal zeigen, wo der Hammer hängt!“ Wenn Fabian Schönhütte heute in den Sprint-Achter des RV Weser Hameln steigt, will er bei seiner Premiere in der flyeralarm-Bundesliga mal richtig Feuer machen. Bereits um 10.15 Uhr legt sich Hamelns Achter auf der Regattastrecke in Rüdersdorf bei Berlin beim ersten Zeitlauf kräftig in die Riemen. Gegen den Rüdersdorfer RV sowie die Topfavoriten Crefelder RV und den Münster-Achter.

veröffentlicht am 15.06.2012 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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„Dann wissen wir gleich, wie der Wind weht“, sagt Schönhütte. Danach geht es bis zu den Finalläufen Schlag auf Schlag weiter. Das Hamelner Boot rückte zwar nur durch die Hintertür, die sich durch den Rückzug des Osnabrücker RV überraschend noch einmal öffnete, in die Eliteliga der Ruderer, doch hier wollen die Hamelner kein einjähriges Gastspiel geben. Denn beim RVW sind alle ein wenig ruderverrückt, wie auch Teamkapitän Roelof Bakker zugeben musste: „Die große Leidenschaft zeichnet uns aus. Und im Team macht die Sache auch unheimlich viel Spaß.“ Wohl auch, weil der RV Weser das jüngste Team in die Bundesliga schickt. „Ruderer zwischen 17 und 25 Jahren sitzen bei uns im Boot“, stellte Bakker heraus. Doch eine Ausnahme konnte er nicht verschweigen. Denn in die verschworene Gemeinschaft kehrte ein Mann mit reichlich Rudererfahrung zurück: Michael Ruhe, bereits 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Schlagmann im Deutschland-Achter.

Die Startformation für das erste Rennen in Rüdersdorf steht schon seit dem Abschlusstraining auf der Weser fest. Neben Schönhütte, Bakker und Ruhe werden beim ersten Zeitfahren Christian Nittinger, Ronald Bakker, Dennis Hupe, Thorben Hake und Nils Hawranke gemeinsam mit Steuerfrau Mareike Adomat ins Hamelner Hightech-Boot steigen.

Angereist zum Saisonstart vor den Toren Berlins ist die RVW-Crew mit ihrem Super-Achter schon gestern. „Der ist wie ein Formel 1-Bolide, Technik auf höchster Ebene“, so stellten Schönhütte und Bakker das Boot vor. „Wenn der mal gerammt wird, läuft nichts mehr.“ Käpt’n Bakker erinnert sich nur ungern an eine Regatta in Münster zurück. Da kollidierte der RVW-Achter 2010 mit einem anderen Boot. „Die Hamburger stellten uns zwar ihr Boot zur Verfügung. Doch bei so einem Wechsel läuft es nie rund.“ Verständlich, schließlich bestimmt gerade im Achter Feinabstimmung und Millimeterarbeit den Verlauf eines Rennens.

Ansonsten geht es im Hamelner Lager rund um die Bundesliga-Premiere recht beschaulich zu. Hotel ist für die RVW-Crew ein Fremdwort. „Wir übernachten in Zelten. Das fördert vor allem den Teamgeist“, weiß „Kraftpaket“ Fabian Schönhütte aus Erfahrung. „Und wir sind nie allein.“ Denn, egal wohin die Reise geht, Hamelns Achter wird immer von vielen Fans begleitet. „Wir sind eben ein eingeschworenes Team“, unterstrich der Kapitän noch einmal deutlich. „Bei uns gibt es auch kein Geld, selbst Fahrgeld spielt keine Rolle.“ Trotz der weiten Anreisen, die die Ruderer zum Training und zu den Wettkämpfen auf sich nehmen. Denn die Studien- und Arbeitsplätze sind über ganz Deutschland verteilt. Deshalb hält sich das komplette Team vor allem durch individuelles Training fit. „Die Leistung entscheidet“, machte Roelof Bakker klar. „Wer nicht fit ist, sitzt nicht im Boot.“ So einfach ist das bei den Ruderern.

Der Auftritt in Rüdersdorf ist für den Weser-Achter übrigens wie die Strecke in Bitterfeld Neuland. Dafür schwärmt Schönhütte schon heute vom im August anstehenden Rennen in Duisburg: „Es gibt keine schönere Regatta-Strecke als die Wedau.“



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