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Leichtathletik: Zehnkämpfer Patrick Scherfose will viele Punkte für Universiade-Start sammeln

Über Ratingen nach Taipeh?

RATINGEN. Das Mehrkampf-Meeting in Ratingen gilt als das deutsche Mekka unter den Mehrkämpfern. Jahr für Jahr steht dort nicht nur der Kampf um die Punkte an, auch die Tickets zu internationalen Meisterschaften werden oft in Ratingen vergeben.

veröffentlicht am 22.06.2017 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 22.06.2017 um 17:40 Uhr

Mit voller Wucht: Zehnkämpfer Patrick Scherfose – hier beim Speerwurf – startet beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen. Foto: Maja Hitij/dpa

Autor:

Matthias Henning
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Die Weltmeisterschaft in London oder die Universiade, die WM der Studenten, in Taipeh sind für nicht wenige Athleten in diesem Jahr das ganz große Ziel.

Auch Patrick Scherfose von der LG Weserbergland gehört natürlich dazu. „Ich muss richtig viele Punkte anbieten, wenn ich nach Taipeh kommen will“, rechnet er im Vorfeld vor. Drei nationale U23-Konkurrenten haben ihre Norm von 7700 Punkten schon übertroffen. Scherfoses offizielle Qualifikationsnorm bei den Männern sind allerdings 7900 Punkte. „Ich weiß aber nicht, wie entschieden wird, wenn ich 100 Punkte mehr als die Gegner machen würde, und meine Norm nicht ganz packe. Aber daran denke ich noch nicht. Erst muss ich sehr gute Leistungen liefern“, sagt Scherfose.

Dass dazu einige Topleistungen in seinem Zehnkampf dabei sein müssen, weiß er. „Die drei Würfe mit Kugel, Diskus und Speer müssen solide sein und einmal brauche ich einen Ausreißer nach oben, egal wo“, so Teil eins von seinem Plan. Bei den drei Sprüngen muss es auch mindestens eine persönliche Bestleistung geben. 7,34 Meter im Weitsprung, 5,05 Meter im Stabhochsprung und 1,93 Meter im Hochsprung sind die momentanen Zielwerte.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber in den Sprints. „Die Schnelligkeit habe ich verbessert. Zuletzt war ich im Training über 30 Meter fliegend so schnell wie noch nie“, ist Scherfose zufrieden. Da auch die 100 Meter den Zehnkampf eröffnen, wäre dort ein starkes Ergebnis der richtige Motivationsschub. Die 400 Meter am Ende des ersten Tages wären das ebenso wie die 110-Meter-Hürden zum Auftakt am zweiten Tag. „Dass ich über 400 Meter eine Bestzeit laufe und erstmals unter 50 Sekunden bleibe, bin ich mir sicher“, meint Scherfose. Bleibt noch das berühmte Ende. 1500 Meter gehen immer massiv ans Eingemachte. Da geht viel nur über den Willen. Den hat der Mann von der LGW. „Aber dass ich an irgendwelche Norm-Punktzahlen denke, habe ich mir abgewöhnt. Ich muss nur überall viele Punkte holen – ob es dann reicht, sehen wir am Ende.“ Gutes Omen: Vor vier Jahren qualifizierte sich Scherfose ebenfalls in Ratingen für die U23-EM. Damals mit elf Punkten über der Norm. „Seit dem Tag mag ich dieses Meeting.“ Diese Liebe könnte am Sonntag noch größer werden.

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