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VfL Hameln erkämpft 22:22 gegen Spitzenreiter Braunschweig / 400 Zuschauer

Zwei Sekunden fehlen zum Sieg

Hameln. „Das war mein Fehler. Ich hätte die Auszeit später nehmen müssen“, haderte VfL-Trainer Hennig Sohl über die letztlich spielentscheidende Szene. Zwei Sekunden vor Schluss glich der MTV Braunschweig zum 22:22 (9:10) aus und riss den Oberliga-Handballern des VfL Hameln, der sieben Minuten vor dem Abpfiff noch mit 21:18 führte, zwei schon sicher geglaubte Punkte aus der Hand. Der Spitzenreiter war eigentlich aus dem Geschäft, als der VfL mit 22:21 vorn lag und MTV-Spielmacher Johannes Krause eine halbe Minute vor dem Abpfiff am überragenden Hamelner Keeper Frank Rosenthal scheiterte. Doch dann überschlugen sich in der Sporthalle Afferde noch einmal die Ereignisse. Sohl nahm die letzte Auszeit. Was folgte, war Nervenkitzel pur!

veröffentlicht am 04.10.2015 um 13:05 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Die letzten 23 Sekunden wurden für die 400 Zuschauer zu einem wahren Handball-Krimi. Braunschweigs Trainer Volker Mudrow stellte auf offene Manndeckung um, der VfL verdaddelte durch einem Schrittfehler den Ball und der schlug zwei Sekunden vor dem Abpfiff tatsächlich noch einmal im VfL-Tor ein. Schockzustand bei den Hamelnern, Jubelarien bei den Braunschweigern!

Unter den Zuschauern kochte die Volksseele bereits Mitte der zweiten Halbzeit. Hektik, Kampf, zwei unsicher wirkende Schiedsrichter und ein Spiel mit bester Oberliga-Qualität hielt keinen der VfL-Fans auf den Bänken. Volker Mudrow konnte am Ende mit der Punkteteilung gut leben: „Die letzten 20 Sekunden haben wir optimal genutzt! Wir hätten uns aber schon Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend absetzen müssen.“ Enttäuscht zeigte sich nicht nur Hamelns Routinier Oliver Glatz: „Ärgerlich, dass wir die 21:18-Führung nicht über die Zeit gebracht haben.“

VfL Hameln: Rosenthal, Heisterhagen – Otto (5), Glatz (3), Gödecke (3), Brodhage (2), Niemeyer (2), Henke, Pille (2), Jasarevic (2), Jürgens (1), Künzler (1), Höltje (1/1).

Torhüter Frank Rosenthal hielt mit seinen zahlreichen Paraden den VfL Hameln gegen den Tabellenführer im Spiel. awa

VfL Hameln - MTV Braunschweig

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